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Sendeschluss für "Radio Mullah": Pakistanischer Talibanführer möglicherweise getötet

Die afghanischen Behörden gehen Berichten über den Tod eines pakistanischen Talibanführers in einer abgelegenen Bergregion im Osten des Landes nach.

Ein ranghoher pakistanischer Taliban-Führer ist möglicherweise bei Kämpfen in Afghanistan getötet worden. Die afghanischen Behörden überprüfen nach Polizeiangaben vom Donnerstag Berichte von Grenzeinheiten, wonach Maulana Fazlullah einer von sieben Kämpfern ist, die Anfang der Woche im Bezirk Bargi Matal getötet wurden.

Faslullah, der wegen seiner radikalen, antiwestlichen Rundfunkansprachen den Spitznamen "Radio Mullah" hat, war Taliban-Kommandeur im Swat-Tal in Pakistan, bis das Militär die radikalen Islamisten dort im vergangenen Jahr vertrieb.

"Unsere Einheiten haben berichtet, dass Fazlullah getötet wurde. Wir wissen noch nicht, ob es stimmt oder nicht", sagte der ranghohe Polizeivertreter General Mohammad Saman der Nachrichtenagentur AFP. Seine Männer hätten sieben Kämpfer bei heftigen Zusammenstößen in der Provinz Nuristan getötet. Ihre Leichen seien im Besitz der Polizei.

Sollte der Tod Fazlullahs bestätigt werden, wäre er der prominenteste getötete Talibanführer seit Baitullah Mehsud, dem Gründer der pakistanischen Taliban, der im August bei einem Raketenangriff der US-Armee gestorben war. Pakistan hatte nach einer großen Militäroffensive im Swat-Tal ein Kopfgeld von 600.000 Dollar auf Fazlullah ausgesetzt. Er soll sich nach den schweren Kämpfen im Swat-Tal nach Afghanistan abgesetzt haben.

APN/AFP