Streik in New York Gewerkschaft muss Strafe zahlen


Der Streik im New Yorker Nahverkehr könnte für die Transportgewerkschaft TWU teuer werden: Ein Gericht verdonnerte sie zu einer Strafe von einer Million Dollar - pro Streik-Tag.

Der illegale Streik des New Yorker Bus- und U-Bahn- Personals könnte die Transportarbeitergewerkschaft teuer zu stehen kommen. Ein Richter verhängte am Abend des ersten Streik-Tages eine Strafgebühr von einer Million Dollar (843.000 Euro) pro Tag. Nach Ansicht des Gerichts verletzt die Gewerkschaft ein Gesetz des Bundesstaates New York, nach dem Angestellte und Arbeiter im öffentlichen Dienst ihre Arbeit nicht niederlegen dürfen. Die Gewerkschaft Transport Workers Union wolle umgehend Berufung einlegen, berichtete der Fernsehsender New York 1.

Der öffentliche Nahverkehr, mit dem täglich sieben Millionen Menschen in New York unterwegs sind, war durch den Streik vollkommen zusammengebrochen. Bei klirrender Kälte legten viele New Yorker lange Fußmärsche zurück oder kämpften um einen Platz in einem Taxi.

Auf Anordnung von Bürgermeister Michael Bloomberg wurden von 5.00 Uhr morgens an nur noch Wagen, in denen mindestens vier Personen saßen, nach Manhattan gelassen. Einige Autofahrer standen mitten in der Nacht auf, um ihren Arbeitsplatz noch pünktlich zu erreichen.

Wer sich später auf den Weg machte, musste erst mal einen so genannten Carpool-Platz ansteuern und dort Mitfahrer aufnehmen. Vor den Kontrollpunkten der Polizei bildeten sich lange Schlangen. Für die Ausfahrt aus Manhattan gab es dagegen keine Auflagen. Dafür mussten sich die Pendler in Geduld üben, die mit der Bahn nach Hause fahren wollten. Wegen der großen Nachfrage geriet auch der Zugverkehr ins Stocken und bescherte den Fahrgästen teils erhebliche Wartezeiten.

Schwerer Schlag für Einzelhandel

Einige Hauptstraßen in Manhattan waren wegen des Verkehrschoas' für Krankenwagen, Schul- und Privatbusse reserviert worden. Nach Berechnungen Bloombergs verliert die Wirtschaft der Stadt durch den Streik täglich mindestens 400 Millionen Dollar. Vor allem für den Einzelhandel war die Aktion wenige Tage vor Weihnachten ein schwerer Schlag. Wie lange der Streik noch dauern wird, war zunächst nicht abzusehen.

DPA DPA

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