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Streiks in Griechenland: Gewerkschaften fordern Regierung heraus

Ein Streik im öffentlichen Dienst in Griechenland gegen die Sparpläne der Regierung hat am Mittwoch zu Flugausfällen sowie zur Schließung von Schulen und Ämtern geführt.

Der 24-stündige Ausstand ist der erste große Test für die Entschlossenheit der sozialistischen Regierung, die hohe Verschuldung des Landes zu bekämpfen. Im Laufe des Tages war eine Demonstration vor dem Parlament geplant. Ungeachtet des Streikaufrufs der Gewerkschaften erschienen zahlreiche Beschäftigte dennoch an ihren Arbeitsplätzen. Umfragen zufolge unterstützt eine Mehrheit der Griechen die Pläne der Regierung.

Am Dienstag hatte die Regierung weitere Maßnahmen verkündet, mit denen sie die Verschuldung des Landes abbauen will. Dazu gehört eine weitere Senkung der Lohnsumme im öffentlichen Dienst sowie Steuererhöhungen. Die Gewerkschaften wiederum lehnen Einkommenseinbußen und den geplanten Arbeitsplatzabbau ab. Nach ihrer Ansicht treffen die Sparpläne vor allem die Armen im Land. Die Europäische Union will am Donnerstag auf einem informellen Wirtschaftsgipfel die Lage Griechenland beraten. Die Märkte spekulierten auf eine Unterstützung des hoch verschuldeten Landes durch die EU.

Reuters / Reuters
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