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Syrien-Krise: Assads Luftwaffe bombardiert Rebellenstellungen bei Homs

Die syrische Armee setzt immer öfter auch die Luftwaffe gegen die eigene Bevölkerung ein. Die viertägige Waffenruhe wurde sowohl von Assads Truppen als auch den Rebellen weitgehend ignoriert.

ach dem Ende des ohnehin kaum beachteten Waffenstillstands hat die syrische Luftwaffe mit neuer Intensität Stellungen der Rebellen angegriffen. Nach Angaben der Opposition bombardierten Kampfflugzeuge am Dienstag Ziele in den Außenbezirken der Stadt Homs und in anderen Orten. Dabei seien 30 Menschen getötet worden, unter ihnen 28 Zivilisten. Auch östliche Vororte von Damaskus wurden wieder aus der Luft angegriffen.

Ziel sei es gewesen, die Belagerung eines Armeestützpunktes in der Ortschaft al-Mubarkije bei Homs zu beenden. Den Rebellen zufolge wurden von der Militärbasis wiederholt sunnitische Dörfer an der Grenze zum Libanon beschossen. Der Ort sei bereits im März von der Armee dem Erdboden gleichgemacht worden.

Die syrische Armee hat zuletzt verstärkt die Luftwaffe im Kampf gegen die Rebellen eingesetzt. Diese verfügen über keine effektive Luftabwehr. Die meisten Einwohner der Millionenmetropole Homs sind aus der Stadt geflohen. In ihr wohnen sowohl Angehörige der sunnitischen Bevölkerungsmehrheit als auch der Gruppe der Alawiten, der Präsident Baschar al-Assad angehört. Ein vom internationalen Syriengesandten Lakhdar Brahimi vermittelte viertägige Waffenruhe wurde von den Konfliktparteien weitgehend ignoriert.

amt/Reuters / Reuters
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