Tamilenrebellen Anschläge erschüttern Sri Lanka


Sri Lanka stehen offenbar schwere Zeiten bevor: Der Waffenstillstand zwischen den Rebellen und der Regierung ist noch nicht beendet, da erschüttern bereits zwei Anschläge die Insel. Einer galt einem Bus, in dem sich Kinder befanden. Mindestens 23 Menschen kamen dabei ums Leben.

Wenige Stunden vor dem Ende des Waffenstillstands in Sri Lanka sind bei einem Anschlag auf einen Bus im Südosten der Insel mindestens 23 Menschen getötet worden. Das Verteidigungsministerium in Colombo teilte mit, in dem Bus seien zahlreiche Kinder auf dem Weg zur Schule gewesen. Die Regierung machte Tamilen-Rebellen für die Tat verantwortlich. Nach Angaben der Polizei wurden 67 Menschen bei dem Anschlag in Buttala 200 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Colombo verletzt. Die Angreifer hätten zunächst eine Mine am Straßenrand gezündet und dann das Feuer auf den Bus eröffnet.

Kurz darauf wurde in derselben Gegend ein Anschlag mit einer ferngezündeten Mine auf einen Armeelastwagen verübt. Ein Militärsprecher sagte, drei Soldaten seien verletzt worden. Im Norden der Insel seien jetzt heftige Kämpfe mit der LTTE entbrannt.

Der Waffenstillstand zwischen der Regierung und den Rebellen der Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) endet um 19.30 Uhr deutscher Zeit. Die Regierung hatte das von Norwegen vermittelte Abkommen vor zwei Wochen aufgekündigt. Die Armee will die LTTE in diesem Jahr vernichtend schlagen und den 25-jährigen Bürgerkrieg auf der südasiatischen Insel gewaltsam beenden. Die Rebellen der Befreiungstiger der LTTE kämpfen für einen Tamilen-Staat im Norden und Osten der Insel. Dabei kamen bislang etwa 70.000 Menschen ums Leben.

DPA/AP AP DPA

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