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Zoff bei Pressekonferenz Trump fährt Reporter an: "Sprechen Sie nie auf diese Weise mit dem Präsidenten"

Sehen Sie im Video: "Wie ein Kind mit einem Malbuch" – Trump am Mini-Tisch amüsiert Twitter-Nutzer und Stars.




Dieses Bild von US-Präsident Donald Trump sorgt für Belustigung auf Twitter.


Während eines Videocalls mit Angehörigen der US-Streitkräfte sitzt er an einem ungewohnt kleinen Tisch.


Zahlreiche Twitter-Nutzer amüsieren sich über den Anblick.


"Das ist kein Schreib- sondern ein Nachttisch."


"Ich dachte, dass das Bild mit Photoshop manipuliert worden sei. Aber nein, es ist nur urkomisch symbolisch."


"Er sieht aus wie ein Kind mit einem Malbuch."


Auch "Star Wars"-Schauspieler Mark Hamill kommentiert das Bild.


"Wenn du dich benimmst, mit den Lügen aufhörst, um eine faire Wahl zu untergraben und darüber nachdenkst, was gut für das Land ist, statt zu jammern, wie schlecht du behandelt wirst, darfst du am Tisch für große Jungs sitzen." – Mark Hamill, Twitter


US-Comedian und "King of Queens"-Star Patton Oswalt äußert seine Gedanken zu dem Foto ebenfalls auf Twitter.


"Sie haben ihn zu Thanksgiving mit einem Notizbuch aber ohne Stift an den Kindertisch gesetzt. Eine Ablenkung für ein Kleinkind." – Patton Oswalt, Twitter


Bereits 2017 sitzt Trump bei einem öffentlichen Auftritt an dem winzigen Möbelstück – und lässt dessen Größe nicht unkommentiert.


"Es sieht wie ein Kinderschreibtisch aus! Aber das ist okay." – Donald Trump


"Sehr, sehr glamourös, oder?" – Donald Trump


Für gewöhnlich sieht man den US-Präsidenten hinter dem deutlich größeren "Resolute Desk" im Oval Office sitzen.


Der Tisch, der aus dem Holz des britischen Polarforschungsschiffes "HMS Resolute" gefertigt wurde, war ein Geschenk der britischen Königin Victoria und wurde 1880 an US-Präsident Rutherford B. Hayes übergeben.
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Es war die erste Pressekonferenz seit der Wahl, bei der Journalisten ihm Fragen stellen durften: US-Präsident Donald Trump hat im Weißen Haus seine unbelegten Vorwürfe des Wahlbetrugs bekräftigt – und sich dabei mit einem Reporter angelegt.

Donald Trump hat sich seit der Präsidentschaftswahl mit öffentlichen Auftritten sehr zurückgehalten. Und bei den wenigen Anlässen, zu denen der Noch-Amtsinhaber vor die Kameras trat, weigerte er sich, Journalisten Rede und Antwort zu stehen. Am Donnerstag hatten die Medienvertreter nun erstmals seit dem 3. November die Möglichkeit, Trump Fragen zu stellen – was zu einer bemerkenswerten Auseinandersetzung mit einem Reporter führte.

Trump nennt Reporter "Dünnbrettbohrer"

Nach einer Videoschalte des Präsidenten mit im Ausland stationierten US-Soldaten anlässlich des Thanksgiving-Feiertages wandte sich der Korrespondent der Nachrichtenagentur Reuters, Jeff Mason, an Trump. Mason wollte wissen, ob der 74-Jährige seine Niederlage eingestehen werde, wenn das Wahlkollegium für seinen designierten Nachfolger Joe Biden gestimmt habe.

"Nun, wenn sie das tun, haben sie einen Fehler gemacht, denn diese Wahl war ein Betrug", entgegnete der Präsident. Mason versuchte nachzuhaken, doch Trump ließ ihn nicht zu Wort kommen.

"Nur damit Sie es verstehen, diese Wahl war ein Betrug", sagte er und nannte als vermeintlichen Beleg für seinen Vorwurf, dass Biden im Vergleich mit Barack Obama überall schlechter abgeschnitten habe als dieser, nur ausgerechnet in den für den Wahlausgang entscheidenden Schlüsselstaaten nicht. "Also nein, das kann ich überhaupt nicht sagen", kam Trump schließlich auf die Frage zurück. "Ich denke, es ist eine Möglichkeit ... sie versuchen, sehen Sie, zwischen Ihnen ... ."

Als Mason erneut nachhaken wollte, wurde der Präsident sauer. "Reden Sie nicht so mit mir", protestierte er. "Sie sind nur ein Dünnbrettbohrer. Reden Sie nicht so mit mir. Reden Sie nicht mit ...". Der Reporter versuchte weiter, zu Wort zu kommen, doch Trump weigerte sich, ihn anzuhören und fuhr fort: "Ich bin der Präsident der Vereinigten Staaten. Sprechen Sie niemals auf diese Weise mit dem Präsidenten." Dann wandte er sich ab und erklärte: "In Ordnung, ich werde mit einer anderen Frage fortfahren".

Trump hatte bereits im Oktober eine Auseinandersetzung mit Mason. Damals verspottete er den Reuters-Reporter, weil dieser wegen der Corona-Pandemie eine Atemschutzmaske getragen hatte.

Sehen Sie im Video: Trump stellt Rückzug aus Weißem Haus in Aussicht – unter einer Bedingung.

Bidens Wahl gilt nur noch als Formsache

Das Wahlkollegium wird am 14. Dezember den nächsten US-Präsidenten und dessen Vize wählen. Das Ergebnis der Abstimmung wird allerdings erst am 6. Januar offiziell bekanntgegeben. Beide Schritte gelten angesichts des längst bekannten Wahlsieges von Biden als Formalien. Trump behauptet dennoch immer wieder ohne irgendwelche Belege dafür vorzulegen, es habe einen "massiven Wahlbetrug" gegeben und tatsächlich habe er den Demokraten "erdrutschartig" besiegt.

Quellen: "Huffington Post", "Mediaite", CNN

mad

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