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Fiktiver Akt sorgte für Skandal: Nackter Trump soll mehr als eine Million kosten

Die Künstlerin Illma Gore hat mit ihrem fiktiven Akt von Donald Trump für einen Skandal gesorgt. In den USA ist das Gemälde verboten - in London steht es in einem Museum nun zum Verkauf.

Sie malte Donald Trump mit den typischen vulgär nach vorne gewölbten Lippen, mit der bekannten rätselhaften Frisur und mit Mikropenis. Erst dadurch wurde Illma Gore weltweit bekannt. Denn die Künstlerin hat den Akt nach ihrer Phantasie gemalt; der Präsidentschaftsbewerber hat sich in Wirklichkeit nie für sie ausgezogen. Dieser fiktive Akt ist nun in einer Galerie in London zu sehen. Im Heimatland USA der 24-jährigen Künstlerin war es zensiert worden; Facebook hat ein Foto von dem Gemälde gesperrt und Gore hatte nach eigenen Angaben tausend Todesdrohungen von Trumps Anhängern bekommen.

In der Maddox Gallery steht das Kunstwerk nun für umgerechnet 1,2 Millionen Euro zum Verkauf. Der Preis ist wohl weniger durch die Bekanntheit der Künstlerin als vielmehr durch den Skandal zu erklären, den Gores fiktiver Akt ausgelöst hatte.

Make America Great Again!

Der Titel des Gemäldes lautet übrigens keineswegs "fiktiver Akt" - nein: Gore benannte ihr Werk provokativ nach dem Wahlkampfslogan des umstrittenen Präsidentschaftsbewerbers: "Make America Great Again".

Die 24-Jährige arbeitet in ihrem Atelier in Los Angeles. Sie malte Trump so, wie sie sich ihn nackt vorstellte, wie sie sagt. Das Resultat dürfte den Milliardär wenig schmeicheln - auch, wenn dessen Figur kaum von dem abweicht, was selbst mit Anzug und Krawatte bereits zu erahnen ist. Doch auf seinen Penis scheint Trump ja ganz besonders stolz zu sein, wie er sogar in einer TV-Debatte angedeutet hatte

Sie habe Trump nackt gezeichnet, um eine "Reaktion vom Publikum hervorzurufen, ob gut oder schlecht", sagte Gore. Nachdem sie das Bild aber ins Internet gestellt hatte, kamen die ersten Todesdrohungen. In den USA darf das Gemälde nicht öffentlich gezeigt werden. Die Malerin freut sich daher nun über die Ausstellung in London. Für sie beweist das, dass Großbritannien "einen echten Geschmack für Kunst und genug Erfahrung hat, um die Idee dahinter zu erkennen".

jen mit AFP