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Brutale Festnahme Polizeigewalt in den USA: Polizist zerrt Querschnittsgelähmten an den Haaren aus dem Auto

Sehen Sie im Video: US-Polizei zerrt schwarzen Querschnittsgelähmten an Haaren aus dem Auto.


Warnung: Diese Bilder können verstörend wirken.


Ein Polizist zerrt einen schwarzen, gelähmten Mann namens Clifford Owensby brutal aus seinem Auto.


Dieser Fall von Polizeigewalt wird derzeit in den USA rege diskutiert. Die Stadt Dayton im US-Bundesstaat Ohio veröffentlichte nun die Aufnahmen der Bodycams der involvierten Polizisten.


Nach Angaben der Polizei waren die Beamten auf Streife unterwegs und wurden zu einem angeblichen „Drogenhaus“ geschickt. Owensby verließ gerade das Grundstück in seinem weißen Audi, daher veranlassten die Polizisten eine Verkehrskontrolle.


Er konnte sich gegenüber den Polizisten zwar ausweisen, dabei kam jedoch heraus, dass er bereits wegen Drogen- und Waffendelikten vorbestraft war.


Die Bodycam-Aufnahmen zeigen, wie der 39-jährige Owensby immer wieder aufgefordert wird, aus seinem Fahrzeug auszusteigen. Er erklärt den Polizisten, dass er querschnittsgelähmt sei und nicht einfach aussteigen könne. Die Beamten bieten ihm mehrfach ihre Hilfe an, doch Owensby weigert sich und verlangt nach einem Vorgesetzten.


Er ruft jemanden an, der zum Tatort kommen soll, um zu bezeugen was vor sich geht.


Reinhorcher ca. Min. 12.30: „Komm her und bring Leute mit Kameras mit. Komm einfach die Straße runter und bring Kameras mit. Ich brauche Zeugen.“


Dann eskaliert die Situation. Die Beamten zerren Owensby - unter den Augen seines dreijährigen Sohnes auf der Rückbank - aus dem Auto. Sie legen ihm Handschellen an, während er ununterbrochen nach Hilfe schreit. Dann schleifen ihn zwei Polizisten über den Asphalt in ein Polizeiauto.


Die Polizei berichtet, dass sie eine große Tasche mit mehr als 22.000 US-Dollar Bargeld in seinem Auto gefunden hat. Laut Owensby soll es sich um Ersparnisse handeln.


Daytons Bürgermeisterin Nan Whaley nannte die Aufnahmen „besorgniserregend“. Owensby hat derweil Beschwerde bei der NAACP eingelegt, eine der größten und bekanntesten schwarzen Bürgerrechtsorganisation der USA. Der Fall wird der Staatsanwaltschaft weitergeleitet.


US-Präsident Joe Biden kündigte im Wahlkampf an, die Polizei reformieren zu wollen (und entschiedener gegen „systemischen Rassismus“ vorzugehen). Zwar wurde bereits ein entsprechendes Gesetz auf den Weg gebracht, jedoch scheiterte es Ende September an der fehlenden Mehrheit im Kongress. Die Reform sollte Polizisten Würgegriffe verbieten und die weitgehende zivilrechtliche Immunität von Beamten bei Fehlverhalten einschränken. Vor allem bei den konservativen Republikanern gibt es große Widerstände gegen die Reform. Da auch innerhalb der Demokratischen Partei keine Einigkeit herrscht, muss Biden um seine zentralen Reformvorhaben – auch was die Schuldenobergrenze und seine Investitionspläne anbelangt – bangen. 
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Es sind neue Bilder von Polizeigewalt, die die Menschen in den USA erschüttern. Ein Polizist zerrt einen schwarzen, gelähmten Mann brutal aus seinem Auto. Obwohl Präsident Biden eine Reform der Polizei anstrebt, fehlt ihm dafür die Mehrheit im Kongress.

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