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US-Rehazentrum: Hilfe für verstümmelte Irak-Veteranen

Sie erlitten Verbrennungen, mussten sich Gliedmaßen amputieren lassen oder wurden halbtot geschossen: Etwa 20.000 US-Soldaten wurden bislang im Irak-Krieg verletzt. Nun können sie sich in einem hochmodernen Rehazentrum in San Antonio behandeln lassen.

Über 3000 tote US-Soldaten hat der Irak-Krieg bisher gefordert. Fast 20.000 wurden verletzt, 500 davon so schwer, dass sie für immer entstellt oder stark behindert sein werden. Viele verloren bei Bombenanschlägen Beine oder Arme, einige entstellte Feuer bis zur Unkenntlichkeit.

Für sie wurde jetzt in San Antonio ein hochmodernes Rehabilitationszentrum eröffnet. Private Spender brachten 50 Millionen Dollar zusammen, um den Veteranen neueste medizinische Geräte zu bieten. Daneben gibt es spezielle Freizeiteinrichtungen wie eine Kletterwand, Wellenbäder und hochmoderne Computer.

Die Eröffnung nutzten die Anwärter auf den US-Präsidentenposten Hillary Clinton und John McCain für ihren Wahlkampf. Clinton betonte in ihrere Rede vor den rund 3200 geladenen Gästen, dass die USA abseits der Debatte um den Irak-Krieg geschlossen hinter ihren tapferen Veteranen stehe. Clintons Gegner McCain setzte voll auf Patriotismus, als er vor den verletzten Soldaten stand: "Wir können ihnen nur unsere Bewunderung aussprechen. Sie sind die besten Amerikaner."

Das neue Rehabilitationszentrum ermöglicht es, dass die US-Army ihre Verletzten nun fernab der sterilen Militärkrankenhäuser in einem angenehmeren Umfeld genesen lassen kann. So können die Verletzten in speziellen Computerräumen wieder das Gehen lernen. "Wir wollen die Männer soweit wie möglich wieder in ein normales Leben zurückführen", sagte eine Sprecherin des Reha-Zentrums dem Fernsehsender CNN.

chm