US-Verhörmethoden Zwei ehemalige Guantanamo-Häftlinge klagen an


Zwei ehemalige Guantanamo-Häftlinge haben dem US-Militär brutale Verhörmethoden und Misshandlungen vorgeworfen. Die beiden sprechen von Berichten von Demütigungen, Schlägen und Misshandlungen.

Zwei ehemalige Gefangene aus dem Häftlingslager Guantanamo haben detailliert brutale Verhörmethoden und Misshandlungen von Häftlingen in dem Militärstützpunkt auf Kuba geschildert. In einem Brief an US-Präsident George W. Bush schrieben die beiden Briten am Donnerstag, sie seien unter anderem stundenlang an den Boden festgekettet gewesen und hätten sich vor Aufsichtspersonal nackt ausziehen müssen. Shafiq Rasul und Asif Iqbal waren am 8. März wieder auf freien Fuß gesetzt worden.

Bei den Verhören seien grelles Licht und laute Musik eingesetzt worden, um die Häftlinge mürbe zu machen, hieß es in dem Schreiben. Außerdem hätten die Gefangenen während der Befragungen, die oft bis zu zwölf Stunden dauerten, keine Toilette aufsuchen dürfen. Ein Häftling, der sich von einer Operation erholte, sei von Aufsichtspersonal in den Magen getreten worden, wo er eine frische Narbe hatte. Die Wärter hätten seinen Kopf außerdem mehrfach gegen den Boden geschlagen.

Die Soldaten hätten ihnen gesagt "Wir können tun was wir wollen". Die Misshandlungen seien von Kameras festgehalten worden, erklärten Rasul und Iqbal.

Auf Guantanamo werden ohne Anklage und Rechtsbeistand rund 600 Gefangene festgehalten. Sie werden von den USA verdächtigt, Verbindungen zu El Kaida oder den Taliban zu haben.


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