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US-Wahlen: Arnie gewinnt Gouverneurswahl

"Ich liebe Fortsetzungen": Arnold Schwarzenegger feiert seinen Sieg und die Wiederwahl als Gouverneur von Kalifornien. Der frühere Hollywoodstar gewann deutlich gegen seinen demokratischen Herausforderer.

Klarer Wahlsieg für Arnold Schwarzenegger (59) in Kalifornien: Der gebürtige Österreicher ist bei der Wahl des Gouverneurs in dem US-Bundesstaat im Amt bestätigt worden. Mit größerem Vorsprung als erwartet setzte sich der Republikaner gegen seinen demokratischen Herausforderer Phil Angelides (53) durch. Nach Hochrechnungen in der Wahlnacht sicherte sich der frühere Hollywoodstar über 60 Prozent der Stimmen.

"Ich liebe Fortsetzungen", scherzte Schwarzenegger vor seinen Anhängern in Beverly Hills. Er wolle seine enge Zusammenarbeit mit den Demokraten im kalifornischen Parlament in den kommenden vier Jahren fortsetzen, versprach der Republikaner. Mit seinem umweltfreundlich-moderaten Programm hatte Schwarzenegger viele Wähler in dem liberalen Westküstenstaat für sich gewinnen können.

Der Ehemann von Maria Shriver, einer Demokratin aus der Kennedy-Familie, hatte 2003 im Rahmen einer außerordentlichen "Recall"-Wahl den demokratischen Gouverneur Gray Davis abgelöst. Bei einer Sonderabstimmung zu einem Reformpaket im letzten Herbst musste Schwarzenegger aber eine schwere Niederlage einstecken. Seine Beliebtheit rutschte auf einen Tiefpunkt.

Schwarzenegger räumte Fehler ein und setzte auf eine enge Zusammenarbeit mit der demokratischen Mehrheit im Parlament. Zusammen einigten sie sich auf eine Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns, auf Milliardeninvestitionen für Infrastruktur-Projekte und auf das schärfste Gesetz aller US-Bundesstaaten zur Reduzierung von Treibhausgasen. Schwarzenegger grenzte sich in den letzten Monaten auch stärker von der Linie seines Parteifreundes George W. Bush ab.

Dagegen konnten die Demokraten nach vielen Jahren die Gouverneursposten in den Staaten New York, Massachusetts und Ohio zurückerobern. In New York wurde Generalstaatsanwalt Eliot Spitzer zum Gouverneur gewählt. Spitzer erzwang als Generalsstaatsanwalt des Staates nach Finanzskandalen Reformen an der Wall Street und machte sich außerdem einen Namen als Reformer im Unternehmensrecht.

In Massachusetts wurde der Demokrat Deval Patrick zum neuen Gouverneur gewählt worden. Er ist erst der zweite schwarze Politiker in der Geschichte, der zum Regierungschef eines US-Staates gewählt wurde. Patrick leitete unter dem früheren Präsidenten Bill Clinton die Bürgerrechtsabteilung im Justizministerium. In Ohio setzte sich der Demokrat Ted Strickland klar gegen den Republikaner Ken Blackwell durch. In Ohio und Massachusetts wurde seit 1986 kein Demokrat mehr zum Regierungschef gewählt, in New York seit 1990 nicht mehr.

AP / AP