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Rede vor US-Kongress Die einsamen Demokraten, die Trump applaudierten

Rede vor US-Kongress: Die einsamen Demokraten, die Trump applaudierten
Es ist die emotionalste Szene der Präsidenten-Rede:
 
Donald Trump würdigt den gefallenen Soldaten Ryan Owens in Anwesenheit von dessen Frau.
 
"Ryan starb wie er lebte, als ein Krieger und ein Held, der gegen Terrorismus kämpfte und unsere Nation sicherte."
 
Die Witwe, Carryn Owens, kann ihr Tränen nicht zurückhalten. Owens starb Ende Januar bei einem Einsatz von Spezialkräften im Jemen.
 
"Ryans Vermächtnis ist in der Ewigkeit eingebrannt."
 
Trump wird für diesen Teil der Rede gelobt – sogar von Demokraten. Doch es gibt auch Kritik: Der Vater des gefallenen Soldaten etwa klagt den Präsidenten an.
 
"Verstecken Sie sich nicht hinter dem Tod meines Sohnes, um eine Ermittlung zu vermeiden. Ich will eine Ermittlung."
 
Der Erfolg des Einsatzes im Jemen ist bis heute umstritten. In Militärkreisen heißt es: Trump habe die Aktion ohne ausreichende Information genehmigt.
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Er wollte der Präsident sein, der die USA wieder vereint: Doch Donald Trumps Rede vor dem US-Kongress hat gezeigt, wie entzweit die Lager der Republikaner und Demokraten derzeit sind. Mit wenigen Ausnahmen.

Donald Trump hat seine erste Rede im US-Kongress gehalten und während die Republikaner frenetisch applaudierten, herrschte bei den anwesenden Demokraten überwiegend Stille. Zu groß sind die Zweifel vieler, an Trumps umstrittenen Dekreten und seinen politischen Vorstellungen. Doch gab es bei der Ansprache des Präsidenten auch tatsächlich einige wenige Demokrdemokratenaten, die aus der Reihe tanzten und Trump ihren Beifall schenkten. Genauer gesagt waren es drei demokratische Senatoren, die dem umstrittenen Republikaner durch Applaus ihre Zustimmung signalisierten - obgleich zu jeweils unterschiedlichen Themen.

Joe Manchin und Donald Trump
Donald Trump will "Amerika wieder groß machen", und der einzige Demokrat, der im Kongress applaudierte, war Joe Manchin (r.)
© McNamee/Getty Images/AFP

Demokratischer Applaus - pragmatische Gründe

Senatorin des Bundesstaates North Dakota, Heidi Heitkamp, applaudierte, als Trump in seiner Rede das Thema Pipelines ansprach. Joe Donnelly, Senator des Bundesstaates Indiana, applaudierte zur Wiederbelebung der US-Kohleindustrie. Doch nur ein einziger demokratischer Senator, Joe Manchin aus West Virginia, schenkte dem US-Präsidenten zu seinem wohl wichtigsten Anliegen Beifall: "Make America great again".

So unterschiedlich diese Programmpunkte auch sein mögen, so ähnlich sind offenbar ihre Beweggründe, wie die US-Nachrichtenseite "Vox" treffend beobachtete. Denn alle drei Senatoren stammen aus sogenannten Swing-States, und noch wichtiger, alle drei sehen sich schon nächstes Jahr mit ihrer Wiederwahl in ihren jeweiligen Bundesstaaten konfrontiert. Daher ist die teilweise Zustimmung entgegen der demokratischen Parteilinie, wohl bereits Teil ihrer persönlichen Wahlkampfstrategie für das Jahr 2018. Vielleicht lässt sich auf diese Weise ja der ein oder andere republikanische Wähler auf die demokratische Seite ziehen.

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Kein Olivenzweig, keine Schonfrist

Donald Trump freute sich offenbar über den - wenn auch geringen - Zuspruch von demokratischer Seite. Senator Manchin aus West Virginia, bekam von Präsident Trump nach dessen Rede kurzerhand einen Handschlag und eine Umarmung. Eine Geste, die auch in den sozialen Netzwerken nicht unbemerkt bleib.

Abgesehen von den eben erwähnten Ausreißern auf Seiten der Demokraten bildete die Partei eine geschlossene Front gegen Trump. Schließlich lassen sich nur die wenigsten von Trumps Plänen mit den Grundwerten, insbesondere des linken Flügels der Demokraten, vereinen. Viele von Trumps Kabinettanhörungen wurden von den Demokraten boykottiert, es hagelte Stimmen gegen Trumps Kabinettsmitglieder. Politikwissenschaftler Matt Dickinson sagte gegenüber "Vox": "Bei den Themen, die Demokraten traditionell ablehnen, schienen sie noch verhärteter als früher - es gibt keine Anzeichen für das Reichen eines Olivenzweiges oder irgendeine Form von Schonfrist (…)"

amt

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