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New York Vorladung: Donald Trump muss unter Eid zu seinen Geschäften aussagen

Ex-US-Präsident Donald Trump steht derzeit gleich mehrfach im Visier von Ermittlungsbehörden
Ex-US-Präsident Donald Trump steht derzeit gleich mehrfach im Visier von Ermittlungsbehörden
© CHANDAN KHANNA / AFP
Donald Trump wird am Mittwoch in New York unter Eid aussagen. Dabei geht es um Immobiliengeschäfte seiner Firma. Die Ermittlungen dazu laufen bereits länger.

Bereits seit rund drei Jahren laufen in New York Ermittlungen gegen Donald Trump und seine früheren Immobiliengeschäfte. Am Mittwoch nun wird der ehemalige US-Präsident selbst unter Eid dazu befragt werden. Das berichtet unter anderem die "New York Times". Trump selbst hatte laut US-Medien am Morgen auf seinem Truth-Social-Account ebenfalls angekündigt, am Mittwoch aussagen zu müssen. Dort polterte er gegen die Vorladung. Eine Fortführung der "größten Hexenjagd in der Geschichte der USA" nannte Trump seine Vorladung. 

Im Zentrum der Ermittlungen stehen Vorwürfe, dass die Trump Organization falsche Angaben zu Immobilien gemacht haben soll, um so Kreditgeber und Finanzbehörden zu täuschen. Dabei geht es vor allem um Hochhäuser, Hotels und Golfplätze im Besitz des Familienunternehmens.

Trump hatte laut "New York Times" seit Monaten dagegen gekämpft, heute Aussagen zu müssen. Dass er dies nun doch tun müsse, stelle einen Wendepunkt in den langlaufenden Ermittlungen dar.

Donald Trump mit Justizärger an mehreren Fronten

Die Vorladung kommt für Trump zur Unzeit. Vor zwei Tagen erst durchsuchte das FBI sein Anwesen in Florida. Bei diesen Ermittlungen geht es allerdings um seine Zeit als Präsident der USA. Unter anderem steht der Verdacht im Raum, Trump habe geheime Dokumente illegalerweise nach seiner Zeit im Weißen Haus mitgenommen. 

Trump bestreitet alle Vorwürfe und nennt die Durchsuchung durch das FBI "einen Angriff" wie er "in Ländern der dritten Welt und Bananenrepubliken" üblich sei. Außerdem wird weiterhin untersucht, wie sehr Trump in die Revolte rund um den 6. Januar 2021 am Kapitol involviert war, und ob er womöglich einen Putschversuch plante oder zumindest begünstigte.

New York: Gerade erst Ivanka und Donald Trump jr. befragt

Bei den Ermittlungen in New York geht es lediglich um die Geschäftspraktiken der Trump Organization. Erst vor Kurzem haben die dortigen Ermittler Tochter Ivanka Trump und Sohn Donald Trump Jr. befragt. Laut der "New York Times" liegen die Untersuchungen in den letzten Zügen. Es handelt sich allerdings nicht um strafrechtliche Ermittlungen. Generalstaatsanwältin Letitia James könnte Trump verklagen, aber nicht strafrechtlich anklagen. Sollte sie aber Beweise für illegale Aktivitäten sammeln, was ihr ihrer Aussage zufolge bereits gelungen sei, könnten im Anschluss auch strafrechtliche Ermittlungen gegen Trump folgen.

Der ehemalige US-Präsident hat James mehrfach hart angegriffen. In seinen Posts bei Truth Social wirft er der schwarzen Frau unter anderem immer wieder vor, "Rassistin" zu sein. Warum genau, führte Trump nie detailliert aus. Offenbar wirft er James vor, ihn "unfair" zu behandeln, weil er weiß sei.

Quellen:"New York Times", Associated Press News


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