Razzia in Florida Nur wenn Trump angeklagt wird, hat die Demokratie in den USA noch eine Chance

Donald Trump
Aus dem Weißen Haus nach Florida: Nach dem Ende seiner Präsidentschaft residiert Donald Trump im Anwesen Mar-a-Lago in Palm Beach. Aus seiner Amtszeit soll er Dokumente aus dem Weißen Haus mitgenommen haben (hier blättert er im Frühjahr 2020 in Unterlagen zu einem Coronabriefing)
© IMAGO / Everett Collection
Der frühere Präsident Donald Trump hielt und hält sich für unantastbar. Die Hausdurchsuchung in Mar-a-Lago hat ihn deshalb völlig überrascht. Und dass ein Richter das FBI-Vorgehen genehmigte, heißt nichts anderes als: An den Vorwürfen muss was dran sein.

Er hatte es nicht kommen sehen. "Sie haben sogar meinen Safe aufgebrochen", sagte Donald Trump am Montagabend. Empört klang das, aber auch verletzt. Nein, Trump hätte nie für möglich gehalten, dass eine FBI-Einheit sein Anwesen in Florida stürmen würde, seinen Club, Mar-a-Lago, wohin er sich nach seiner Abwahl zurückgezogen hatte.

Trump, dafür muss man keine Gedanken lesen können, hielt sich für unantastbar. Was immer ihm die Justiz vorwirft, von den Steuergeschichten in New York über den versuchten Wahlbetrug im Staat Georgia bis hin zum Diebstahl von Geheimdienst-Dokumenten, bis jetzt drang nichts zu ihm durch. Weil Ex-Präsidenten in Amerika normalerweise nicht angeklagt werden. Das sollte immer für politische Ruhe sorgen.


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