VG-Wort Pixel

Deutschlands Bundeskanzler Olaf Scholz: Deutliche Worte in Richtung von Ungeimpften

Portrait von Olaf Scholz
Olaf Scholz im Interview mit dem stern
© Peter Rigaud
Der neue Bundeskanzler Olaf Scholz wirft Ungeimpften unsolidarisches Verhalten vor und gesteht: "Ich habe auch keine Lust mehr auf Corona".

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat in überraschend deutlichen Worten Impfgegner und Impfverweigerer kritisiert und ihnen unsolidarisches Verhalten vorgeworfen.  

"Wir sollten nicht um den heißen Brei herumreden. Wir haben unsere aktuellen Probleme, weil es eine zu große Gruppe gibt, die sich trotz aller Empfehlungen nicht hat impfen lassen. Das ist für mich eine große Enttäuschung", sagte Scholz dem stern. Die "bittere Wahrheit" sei deshalb: "Eine Impfpflicht ist notwendig." Es sei "doch eine Sache der Solidarität, dass wir uns gemeinschaftlich schützen. Impfen ist auch eine Frage der Solidarität." Der neue Kanzler verteidigte zugleich die aktuellen Einschränkungen von Ungeimpften durch 2G-Regeln: "Darf eine ungeimpfte Minderheit das ganze Land in den Lockdown treiben?" 

Das ganze Interview lesen Sie hier:

Olaf Scholz will "natürlich" den Mindestlohn im ersten Jahr anheben

Scholz untermauerte, dass es keine Abstriche an der Erhöhung des Mindestlohns in einem Schritt geben werden. "Natürlich werden wir den Mindestlohn im ersten Jahr auf zwölf Euro anheben. Das ist mir ein Herzensanliegen", sagte er dem stern. Das Drängen aus Teilen der Wirtschaft, den Mindestlohn geringer anzuheben, nannte Scholz einen "vorhersehbaren Versuch".  Trotz Corona wolle die Ampel neben dem Mindestlohn "viele Vorhaben sofort auf den Weg bringen", so der Kanzler weiter. "Wir werden jetzt einen verlässlichen Plan verfolgen, wie wir das Land innerhalb von 25 Jahren so umgestalten, dass wir klimaneutral wirtschaften und weiterhin Industrieland bleiben", sagte Scholz.

Das ganze Interview lesen Sie hier.

Erschienen im stern 50/21

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker