HOME

Gescheiterter Protest: "Merkel muss weg"-Demo in Hamburg wird aufgelöst - nur fünf Teilnehmer dabei

Eine Demonstration mit nationalistischem Hintergrund lockte fünf Menschen an, weshalb sie nach zehn Minuten bereits wieder aufgelöst wurde. Nachdem ein Mann die Polizei bepöbelt hatte, wurde er in Gewahrsam genommen.

Demonstranten bei der Merkel muss weg-Demonstration in Hamburg

Die montägliche "Merkel muss weg"-Demo hatte anfangs für viel Wirbel gesorgt. Jetzt verloren die Merkel-Gegner aber das Interesse.

Picture Alliance

Pegida und Co. hatten in Hamburg nie eine Chance. Doch in den vergangenen Wochen haben stattdessen jeden Montag sogenannte "Merkel muss weg"-Demonstrationen bei vielen Anwohnern für Unmut gesorgt. Die Protestzüge mit nationalistischem Tenor sorgten nicht nur für große Polizeiaufgebote, sondern auch für engagierte Gegendemonstrationen. Das schien dem Veranstalter Thomas G. so auf die Nerven zu gehen, dass er die Demo-Organisation aufgab. Am vergangenen Montag sollte eigentlich kein Protest stattfinden.

Dann meldete dennoch jemand für die übliche Zeit eine Großdemonstration am Hamburger Hauptbahnhof an. Die Polizei schickte, wie gewohnt, das volle Aufgebot. Sogar ein Wasserwerfer war nach Angaben der "Hamburger Morgenpost" vor Ort. Allerdings wäre das nicht nötig gewesen – denn nur fünf Demonstranten erschienen. Amüsiert beobachtet von rund 400 Gegendemonstranten.

Die fünf Anwesenden konnten ihre Demonstration dann nicht einmal vollziehen – denn keiner der Teilnehmer wollte die Veranstaltung angemeldet haben. Als einer der Männer die Polizei bepöbelte und daraufhin von den Beamten durchsucht wurde, fanden sie Pfefferspray bei ihm. Das mitzuführen, ist bei solchen Veranstaltungen streng verboten. Der Mann wurde daraufhin in Gewahrsam genommen, die Demo nach zehn Minuten aufgelöst.

Kundgebung in Birmingham: Junge Frau lacht rechten Pöbelnden ins Gesicht und wird zur Heldin
wt
Themen in diesem Artikel