Berlin NPD-Zentrale durchsucht


Die Bundeszentrale der NPD im Berliner Stadteil Köpenick wurde am Morgen von der Polizei durchsucht. Die Ermittler suchten nach Hinweisen auf den Verdacht der Untreue gegen den Schatzmeister der Partei, Erwin Kemna.

Die Polizei hat die Parteizentrale der rechtsextremen NPD in Berlin-Köpenick durchsucht. Hintergrund sind Ermittlungen wegen Untreue gegen den Bundesschatzmeister Erwin Kemna, wie ein Sprecher der Berliner Polizei bestätigte. Nach Informationen der Nachrichtenagentur DPA wurde Kemna am Donnerstagmorgen festgenommen.

Parteisprecher angeblich ahnungslos

Die Ermittlungen gegen den NPD-Funktionär führt das Landeskriminalamt Düsseldorf. Die Berliner Polizei leiste Amtshilfe. Die Staatsanwaltschaft Münster und das Düsseldorfer Landeskriminalamt haben für den frühen Nachmittag eine Pressekonferenz zu den Ermittlungen angekündigt. Ein Parteisprecher sagte, er könne sich die Durchsuchung nicht erklären.

Klamme Parteikasse

Kemna ist auch Verlagsgeschäftsführer der Parteizeitung "Deutsche Stimme". Er habe die NPD wirtschaftlich auf gesunde Füße gestellt, heißt es bei der Partei. Ihre Finanzlage ist nach Angaben einer Länderarbeitsgruppe unter Federführung der Berliner Innenverwaltung vom Sommer 2007 jedoch schwierig. Grund seien teure Wahlkämpfe und wachsende Kosten des Parteiapparats. Der 1950 geborene Bilanzbuchhalter Kemna lebt in Ladbergen im Kreis Steinfurt in Nordrhein-Westfalen.

DPA DPA

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