Bewerbung 100.000 Euro für den Sieger


Ob Grundschule, Hauptschule oder Gymnasium, ob privat oder staatlich - alle können sich um den Deutschen Schulpreis bewerben. Sieben Preise werden vergeben. Es lohnt sich, dabei zu sein.
Von Catrin Boldebuck

Die Bewerbung: Lehrer und Eltern können gemeinsam die Unterlagen für ihre Schule erarbeiten. Dazu müssen sie einen Fragebogen ausfüllen und ihre Schule ausführlich beschreiben. Außerdem soll ein „Pate“ ein Gutachten verfassen. Dies kann ein außenstehender Unternehmer oder Politiker sein, der die Schule gut kennt. Genaue Leitlinien gibt es unter www.stern.de/schulpreis. Die Frist endet am 30. April 2008. Übrigens: Schulen, die 2006 oder 2007 teilgenommen haben, können sich erneut bewerben.

Die Jury:

Elf Pädagogen, Schulleiter und Wissenschaftler wählen die Sieger nach sechs Kriterien aus, die sich an folgenden Zielen orientieren:
• Leistung: In den Kernfächern Mathematik, Sprachen und Naturwissenschaften, aber auch im künstlerischen Bereich, beim Sport und in Projekten zeigen die Schüler Bestleistungen.
• Schulklima: Schüler und Lehrer gehen harmonisch miteinander um. Die Schule ist offen für Eltern, Anwohner und Außenstehende.
• Verantwortung: Konflikte werden ohne Gewalt gelöst. Schüler und Lehrer achten sich gegenseitig. Engagement und Gemeinsinn sind selbstverständlich.
• Unterrichtsqualität: Die Schüler lernen selbstständig und praxisorientiert. Lehrer werden dabei unterstützt, den Unterricht zu verbessern.
• Umgang mit Vielfalt: Die Schule geht konstruktiv mit der unterschiedlichen Herkunft und Bildung ihrer Schüler um.
• Schule als lernende Institution: Lehrer und Schulleiter entwickeln sich weiter, verbessern den Lehrplan und überprüfen ihre Erfolge.

Die Schulinspektion:

Die Jury wählt 20 Schulen aus. Diese werden je zwei Tage von Jury-Mitgliedern besucht. Die Experten nehmen am Unterricht teil und sprechen mit Lehrern, Eltern und Schülern. 15 Schulen werden nominiert und zur Preisverleihung Ende des Jahres eingeladen.

Die Preise:

Die beste Schule bekommt 100.000 Euro (bislang 50.000 Euro), vier weitere erhalten je 25.000 Euro. Erstmals werden zwei Zusatzpreise verliehen, die mit jeweils 15.000 Euro dotiert sind: der "Preis der Jury" für Schulen, die unter ungewöhnlichen, häufig ungünstigen Bedingungen hervorragende Leistungen zeigen, sowie der "Preis der Akademie" für Schulen, die unabhängig von den sechs Kriterien auf einem Gebiet Außergewöhnliches leisten.

Die Akademie:

Die Siegerschulen werden für drei Jahre Mitglieder der Akademie des Deutschen Schulpreises. Dort diskutieren Lehrer über Schulentwicklung und nehmen an Seminaren teil. Weitere Informationen: Schulpreis-Akademie

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