HOME

Bundespräsident zieht Bilanz: Christian Wulff sieht sich nicht als "Oberschiedsrichter"

Ein Jahr nach seiner Wahl findet Bundespräsident Christian Wulff nicht, dass er "zu leise" ist. Er sehe sich nicht als "Oberschiedsrichter, der über den Platz läuft und überall gelbe und rote Karten verteilt".

Bundespräsident Christian Wulff findet ein Jahr nach seiner Wahl nicht, dass er sich zu wenig einmischt. "Ein Bundespräsident ist nicht eine Art Oberschiedsrichter, der über den Platz läuft und überall gelbe und rote Karten verteilt und alles Tagesaktuelle kommentiert", sagte Wulff im ZDF-"Sommerinterview", das am Sonntagabend ausgestrahlt wird. Das sei nicht die Aufgabe des Staatsoberhaupts.

Es gehe ihm darum, den Zusammenhalt in Deutschland zu fördern. Ein Bundespräsident müsse vor allem repräsentieren. Mit Blick auf Äußerungen, etwa zu dem wegen seiner Migrations-Äußerungen umstrittenen früheren Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin, sagte Wulff: "Ich musste gerade nach den ersten Wochen im Amt lernen, dass man bedächtig sein muss." Man müsse sich sehr genau überlegen, wann man etwas sage und wozu, betonte der Bundespräsident.

Themen in diesem Artikel