Bundeswehrkrankenhaus Hamburger Terroralarm: Auch Grüne fordern Aufklärung


Die Grünen haben sich skeptisch zum Hamburger Terroralarm geäußert. "Es stellt sich doch die Frage, ob geeignete Schutzmaßnahmen nicht auch diskreter getroffen werden konnten", so Grünen-Politiker Volker Beck.

Die Grünen haben sich skeptisch zum Hamburger Terroralarm vom Dienstag geäußert. Es müsse geklärt werden, ob der Hamburger Innensenator Dirk Nockemann (Partei Rechtsstaatlicher Offensive) durch die Öffentlichkeitsarbeit seiner Behörde und den Großeinsatz der Polizei den Aufklärungsmaßnahmen gegen islamistische Terrornetzwerke geschadet habe, erklärte der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen-Bundestagsfraktion, Volker Beck.

"Wäre es auch konkreter gegangen?"

"Es stellt sich doch die Frage, ob geeignete Schutzmaßnahmen auf Grund der Hinweise nicht auch diskreter getroffen werden konnten", schrieb Beck in einer Pressemitteilung. Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) hatte schon am Dienstagabend kritisierte, durch den Alarm sei die Klärung der "ungesicherten" Hinweise auf geplante Anschläge erschwert worden. Nockemann hatte die Vorwürfe Schilys angesichts der nach seinen Angaben ungewöhnlich konkreten Hinweise der US-Behörden scharf zurückgewiesen.

Krankenhaus bleibt abgeriegelt

Das seit drei Tagen wegen einer US-Terrorwarnung abgeriegelte Hamburger Bundeswehrkrankenhaus ist auch am Donnerstag weiter scharf bewacht worden. Die Suche nach zwei mutmaßlichen Attentätern sei bisher ohne Erfolg, sagte ein Hamburger Polizeisprecher am Donnerstag. Innensenator Nockemann hatte am Mittwoch erklärt, die Klinik solle noch zwei bis drei Tage unter Polizeischutz bleiben.


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