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FDP-Generalsekretär Lindner: Zu wenig Fantasie für neue Koalitionspartner

Der FDP-Generalsekretär Christian Lindner hat Überlegungen zu neuen Koalitionsmöglichkeiten eine Absage erteilt. Ihm fehle die Fantasie um in der deutschen Parteienlandschaft einen geeigneten Partner zu finden. Schon mit der CDU sei das schwer genug, betonte Lindner.

FDP-Generalsekretär Christian Lindner hat Überlegungen zu neuen Koalitionsoptionen für die Liberalen eine Absage erteilt. "Prinzipiell muss die FDP als liberale Partei zwar offen für die Zusammenarbeit mit anderen sein", sagte Lindner der Tageszeitung "Die Welt" (Freitagausgabe). Es müsse aber inhaltlich stimmen. "Und das ist ja schon bei der Union schwer genug", sagte er über den gegenwärtigen Regierungspartner. "Mir fehlt die Fantasie, wie das bei anderen Parteien funktionieren soll", sagte Lindner. Besonders skeptisch beurteilte der FDP-Politiker eine mögliche Zusammenarbeit mit den Grünen, die er als "antiliberale Partei" bezeichnete.

Lindner kündigte an, in Zukunft die Union in der Koalition vorantreiben zu wollen. "Die FDP muss bei entscheidenden Fragen nicht immer auf die Bundesregierung warten, sondern kann selbst Gesetze entwickeln", sagte er. Es gehe für die FDP darum, den richtigen Ton zu treffen. "Als Regierungspartei kann man nicht Krawall machen", sagte Lindner. "Aber die Union muss wissen, dass die FDP entschlossen die Macht ihrer 93 Abgeordneten nutzen wird." Lindner kritisierte, dass die Union "leider oft bewusst verschwommen" sei. "Sie hat sich auf die Moderation von Tagespolitik verlegt."

AFP/Reuters / Reuters