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Friedman-Affäre: Rafael Seligmann fordert Friedman zum Rücktritt auf

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Hamburg - Als erster prominenter Jude hat der Schriftsteller Rafael Seligmann den Rücktritt von Michel Friedman als Vizepräsident des Zentalrats der Juden in Deutschland gefordert. "Michel Friedman hat durch sein Verhalten unterstrichen, dass es ihm an Ernsthaftigkeit und Reife für diese Aufgabe mangelt", schreibt Seligmann in der am Donnerstag erscheinenden Ausgabe des stern. "Er sollte daher sein Ehrenamt zurückgeben, zumindest bis zur Klärung der gegen ihn erhobenen Vorwürfe ruhen lassen." Gegen Friedman wird von der Berliner Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts ermittelt, durch den Konsum von Kokain gegen die Drogengesetze verstoßen haben. Außerdem wird er verdächtigt, mit aus Osteuropa eingeschleusten Prostituierten Umgang gehabt zu haben.

Seligmann, der unter anderem das Buch "Der Musterjude" geschrieben hat, vertrat im stern die Auffassung, Friedman sei "nicht Hauptmann Dreyfus, der einer antisemitischen Intrige zum Opfer fiel, sondern ein Jongleur der Moral, der mit seinem Sturz rechnen musste". Der Fernseh-Moderator und Zentralrats-Vize habe sich "als jüdisches Gewissen der deutschen Nation" gebärdet und eine Moral eingefordert, "der niemand gerecht werden konnte". Er habe den "jüdischen Robespierre" gespielt, "die Verkörperung der Tugendhaftigkeit – und deren Fallbeil". Er dürfe sich nicht wundern, "dass die anderen auf seinen Sturz hofften".

Nachrichtenredaktion