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Jury, Stiftung, Wettbewerb: Der Deutsche Schulpreis - so bewirbt man sich

Ob Grundschule oder Gymnasium, öffentlich oder privat: Jede Schule kann sich um den Deutschen Schulpreis bewerben. Eine Jury, besetzt mit elf ausgewiesenen Experten, wählt die Besten aus. Die Siegerschule und vier weitere vorbildliche Schulen werden im November 2006 nach Berlin zur Preisverleihung eingeladen.

Die Stiftungen

Der Gründer: Schon zu Lebzeiten (1861 bis 1942) spendete der "rote Bosch" große Summen für Bildung und den Bau eines Krankenhauses am Stammsitz der Familie in Stuttgart. Die Robert Bosch GmbH ging aus der 1886 gegründeten "Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik" hervor. Bis heute ist sie weltweit führend in der Produktion von Kraftfahrzeug- und Industrietechnik, bei Werkzeug und Elektrogeräten. Die Marken Buderus, Blaupunkt und Bosch-Siemens sind Tochtergesellschaften. Die Bosch-Gruppe beschäftigt weltweit 242 000 Mitarbeiter und machte 2004 einen Umsatz von 40 Milliarden Euro.

Seit 1964 verwirklicht die Robert Bosch Stiftung die gemeinnützigen Absichten des Firmengründers. Sie hält heute 92 Prozent des Stammkapitals der Robert Bosch GmbH. Von 1964 bis 2005 gab die Robert Bosch Stiftung 729 Millionen Euro für die Förderung der Bereiche Wissenschaft, Gesundheit, Völkerverständigung, Bildung, Gesellschaft und Kultur aus. 1971 gründeten die Tochter von Robert Bosch, Eva Madelung, und sein Sohn Robert Bosch der Jüngere die Heidehof Stiftung. Sie konzentriert die Arbeit auf Bildung, Hilfen für Menschen mit Behinderung, Gesundheit, Soziales, Ökologie und Naturschutz. Nach dem Tod von Robert Bosch dem Jüngeren, 2004, gaben dessen Frau und seine Schwester Eva Madelung den Anstoß zur Ausschreibung des Preises.

Der Deutsche Schulpreis

Die Teilnehmer:

Alle allgemeinbildenden Schulen - private und öffentliche - können sich um den Deutschen Schulpreis bewerben.

Die Bewerbung:

1. Die Schule macht auf einem Fragebogen der Bosch-Stiftung Angaben über die Schule, den Träger, die Schulform, die Anzahl ihrer Schüler und Lehrer. Wichtig: Das Bewerbungsformular muss von einem Mitglied der Schulleitung unterschrieben werden.
2. Die Schule beschreibt ihre Entwicklung und ihre Erfolge auf maximal zehn Seiten. Als Leitfaden dienen dabei die sechs Kriterien des Deutschen Schulpreises: Leistung, Umgang mit Vielfalt, Unterrichtsqualität, Verantwortung, Schulklima und außerschulische Partner, Schule als lernende Institution.
3. Jede Schule braucht ein Gutachten eines Paten, der die Schule gut kennt und regelmäßig mit ihr zusammenarbeitet. Als Paten können beispielsweise Unternehmer oder pädagogische Experten auftreten.
4. Zusätzlich kann jede Schule ihr Programm, ihr Leitbild, besondere pädagogische Konzepte, die Ergebnisse von Vergleichsarbeiten oder eine Schulzeitung einreichen.

Das Verfahren:

Die Frist für die Bewerbung endet am 31. März 2006. Eine Jury wählt 20 Schulen aus, die dann von Expertenteams besucht werden.

Der Preis:

Der Deutsche Schulpreis wird im November 2006 an die fünf besten Schulen verliehen. Sie werden zur Preisverleihung nach Berlin eingeladen. Die beste Schule bekommt 50 000 Euro, vier weitere je 10 000 Euro. Außerdem werden alle Schulen einmal jährlich zu einer "Akademie für Schulentwicklung" eingeladen.

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