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SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert, Außengastronomie während der EM länger zu öffnen

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach
© Kay Nietfeld / DPA
Große Fanfeste wird es bei der bevorstehenden Fußball-EM aufgrund der Corona-Pandemie nicht geben. "Zu riskant", sagt Karl Lauterbach. Ein wenig Hoffnung macht der SPD-Politiker trotzdem.

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach wünscht sich während der Fußball-Europameisterschaft Lockerungen für die Außengastronomie. In den EM-Wochen sollten "die Restaurants draußen länger als 22 Uhr öffnen dürfen, so dass auch alle 21-Uhr-Spiele geguckt werden können", sagte der Politiker der "Bild am Sonntag". Fanfeste und Public Viewing mit hunderten Zuschauern seien in Zeiten der Corona-Pandemie nicht möglich. "Das wäre zu riskant", sagte der 58-Jährige. Was hingegen gut gehen werde, seien Treffen mit insgesamt zehn Leuten "im Außenbereich eines Restaurants".

Lauterbach zufolge sind Öffnungsmaßnahmen mit Blick auf die deutlich gesunkene Zahl der Corona-Neuinfektionen und die lange Zeit der Einschränkungen zu rechtfertigen. "Die Menschen brauchen nach den harten Monaten Momente der Entspannung", sagte er. Lauterbach forderte, dass zusätzlich auch Bürgersteige unbürokratisch für die EM-Angebote der Gastronomie zur Verfügung gestellt werden sollten.

Das paneuropäische Turnier beginnt am 11. Juni in Rom. Die drei Gruppenspiele der deutschen Mannschaft werden in München ausgetragen. In der Allianz Arena findet auch ein Viertelfinale statt. Das Finale ist für den 11. Juli in London angesetzt.

Karl Lauterbach will seine 14-jährige Tochter impfen lassen

Zudem sagte Karl Lauterbach im Hinblick auf die möglichen Impfungen von Kindern und Jugendlichen: "Unser Impfziel von 80 Prozent schaffen wir nicht, ohne auch die 12- bis 18-Jährigen zu impfen. Wir sollten bei den Jugendlichen eine Impfquote von 65 Prozent anstreben." Er schlägt vor, auch in den Schulen zu impfen, "um es den Familien möglichst leicht zu machen". "Sollte es zu einer vierten Welle kommen, und das ist keineswegs ausgeschlossen, würden die Schülerinnen und Schüler besonders darunter leiden. Das müssen wir verhindern." Auf die Frage, ob er auch seine 14-jährige Tochter impfen lassen würde, antwortete der Politiker: "Ja. Ich werde ihr die Impfung empfehlen."

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach

Die europäische Arzneimittelbehörde(EMA) hat den Impfstoff von Biontech/Pfizer für Kinder ab zwölf Jahren zugelassen. Eine Entscheidung der Ständigen Impfkommission (Stiko), ob sie für Deutschland eine Impfung empfiehlt, steht allerdings noch aus.

jum/DPA

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