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Katholiken zum Atomausstieg "Konkreter Einsatz zur Bewahrung der Schöpfung"


Katholiken gegen Atomstrom: Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) ist für einen schnellen Ausstieg aus der Atomenergie. Wichtiger als das Tempo der Energiewende ist dem höchsten katholischen Laiengremium aber das Gelingen.

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) hat einen schnellen Ausstieg aus der Atomenergie gefordert. "Das Gelingen der Energiewende ist aber wichtiger als der aktuelle Streit um Nuancen in der Geschwindigkeit", sagte ZdK-Präsident Alois Glück am Freitag auf der Vollversammlung des Laiengremiums in Erfurt.

Der Ausbau regenerativer Energieträger sei ein "konkreter Einsatz zur Bewahrung der Schöpfung". Dass viele europäische Nachbarländer nicht zum Ausstieg bereit seien, dürfe Deutschland nicht davon abhalten, "das sachlich Richtige" zu tun. Da Kernkraftwerke auch über Grenzen hinaus riskant seien, müsse ein glaubwürdiger und einheitlicher "Stresstest" in der EU eingeführt werden, so Glück.

Das Zentralkomitee ist das höchste Laiengremium der katholischen Kirche. Auf der Vollversammlung in Erfurt sollte am Nachmittag ein Dialogprozess zur Modernisierung der Kirche angestoßen werden. Die Frauenkonferenz fordert, dass künftig Frauen zu Diakoninnen geweiht werden. Angesichts des Priestermangels geht es auch darum, welche Aufgaben nicht-geweihte Christen bei der Seelsorge übernehmen können.

cjf/DPA DPA

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