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"Klimaunion" Eine neue Parteigruppe möchte der CDU einen grünen Stempel aufdrücken

"Klimaunion": Eine neue Parteigruppe möchte der CDU einen grünen Stempel aufdrücken
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Die Grünen rechnen sich bei der kommenden Wahl Chancen auf den Kanzlersitz aus – da will die Union konkurrenzfähig bleiben: Eine Parteigruppe geht das Thema Klimawandel jetzt an und plant, das grüne Profil der Union zu schärfen.

Die Zukunft Deutschlands schimmert grün. Und weil ohne Klimapolitik in diesen Tagen nichts mehr geht und die CDU ihr grünes Potenzial noch nicht ausgeschöpft hat, hat sich eine neue Gruppierung gebildet, die innerhalb der Partei die Klimafrage vorantreiben will. Vergangenen Freitag präsentierte sich die "KlimaUnion", ein Zusammenschluss angeführt von CDU-Bundesvorstandsmitglied Wiebke Winter, dem Ex-Tesla Manager Phillip Schröder und dem Fahrradaktivist Heinrich Strößenreuther.

Die Klimapolitik der Union muss ehrgeiziger werden, findet Wiebke Winter. "Das Ziel muss sein, das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen, indem Deutschland bis spätestens 2040 klimaneutral wird", fasst sie das Anliegen der Parteigruppe zusammen. Die Union müsse den Klimawandel im Wahlkampf mehr in den Fokus rücken, hierbei will die Gruppe Unterstützungsarbeit leisten. Die CDU soll damit ihr klimapolitisches Profil schärfen.

Klimafreundliche Marktwirtschaft

Den Anstoß für die Parteigruppe gab Heinrich Strößenreuther, 53 Jahre alt und seit März 2021 Parteimitglied in der CDU. Über Clubhouse lernte er Philipp Schröder, ehemaliger Tesla-Chef und Unternehmer, kennen. Zusammen mit Wiebke Winter und sieben weiteren Initiatoren gründeten sie am World Earth Day die Klimaunion.

Die grüne Parteigruppe plant nun, dem Wahlprogramm der Union einen grünen Anstrich zu verpassen und setzt dabei auf neue Lösungen. "Wir wollen keine Deindustriealisierung Deutschlands", betont Winter im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Stattdessen müsse mehr Strom aus erneuerbaren Quallen kommen. "Das Motto muss lauten: Windkraft vom Deich statt Öl vom Scheich."

Doch wo liegt da noch der Unterschied zu den Grünen? "Wir müssen die Wirtschaft und die Industrie mitnehmen", sagt Winter. Anders als beispielsweise die Bewegung Fridays for Future geht es der Klimaunion nicht darum, Verbote auszusprechen, sondern die soziale Marktwirtschaft in den Prozess zu einer nachhaltigen Gesellschaft einzubinden. Möglich werde dies etwa durch eine Förderung klimafreundlicher Technologien und Geschäftsmodelle, heißt es in der Präambel.

cl

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