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Mehr Geld für Bundespräsidenten: Wulff profitiert von Ehrensolderhöhung

18.000 Euro mehr im Jahr: Bundespräsident Joachim Gauck und seine Vorgänger können sich laut "Bild" über eine Gehaltserhöhung freuen. Sie betrifft auch den umstrittenen Ehrensold von Christian Wulff.

Der Sold des Bundespräsidenten wird der "Bild"-Zeitung zufolge im nächsten Jahr um rund 18.000 Euro erhöht. Damit steigt automatisch auch das Gehalt der ehemaligen Staatsoberhäupter und somit auch der Ehrensold des nach nur 20 Monaten Amtszeit im Februar zurückgetretenen Christian Wulff.

Die Gehaltserhöhung ist dem Blatt zufolge im Haushaltsplan 2013 festgeschrieben. Das Bundespräsidialamt habe bestätigt, dass sie auch für die früheren Amtsinhaber wie Wulff gilt. Das Bundesinnenministerium erklärte demnach: "Die Erhöhung wirkt sich in gleicher Weise auch auf Versorgungsempfänger aus diesem Amt aus."

Wulff profitiert von mehreren Erhöhungen

Der Ehrensold von Wulff hatte nach seinem Rücktritt eine hitzige Debatte darüber ausgelöst, ob er das Geld überhaupt verdiene. Jetzt kann Wullf laut "Bild" sogar mehrfach profitieren: Von mehreren Gehaltserhöhungen bei den Bundesbeamten sowie vom Beschluss der Bundesregierung, die Gehaltssteigerungen erstmals seit 2002 wieder auf die Minister und die Kanzlerin zu übertragen. So gibt es für die Bundesbeamten schon seit Januar 2,44 Prozent mehr als Ersatz für das gestrichene Weihnachtsgeld. Seit März erhalten sie weitere 3,3 Prozent mehr. Die Erhöhung wurde den Beamten mit den Gehältern im Juli und August rückwirkend gezahlt. Im Januar und August 2013 steigen die Bezüge erneut um jeweils 1,2 Prozent.

Da der Bundespräsident 111 Prozent des Kanzlergehaltes bekommt, steigen seine Bezüge mit.

Der FDP-Haushaltsexperte im Bundestag, Jürgen Koppelin, äußert sich in der Zeitung kritisch zu den Erhöhungen. "Alle, die davon profitieren, sollten darüber nachdenken, ob sie auf die Erhöhung verzichten. Das würde sie sicher nicht ärmer machen."

mad/mlr/AFP / AFP