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Nach Eskalation bei S-21-Demonstration: Polizei weist die Schuld von sich

Die Führung der Stuttgarter Polizei hat den gewaltsamen Einsatz bei der Demonstration gegen das Bahnhofsprojekt "Stuttgart 21" am vergangenen Donnerstag verteidigt. "Ich habe volles Vertrauen in die Einsatzleitung und Polizisten vor Ort", sagte Landespolizeipräsident Wolf Hammann am Dienstag in Stuttgart.

Die Führung der Stuttgarter Polizei hat den gewaltsamen Einsatz bei der Demonstration gegen das Bahnhofsprojekt "Stuttgart 21" am vergangenen Donnerstag verteidigt. "Ich habe volles Vertrauen in die Einsatzleitung und Polizisten vor Ort", sagte Landespolizeipräsident Wolf Hammann am Dienstag in Stuttgart. Er sei überzeugt, dass die Beamten verhältnismäßig gehandelt hätten. Der Inspekteur der Polizei, Dieter Schneider, sagte, der "massive Widerstand" der Demonstranten habe dazu geführt, dass "Wasserwerfer, Pfefferspray und Schlagstöcke eingesetzt werden mussten".

Bei der Demonstration waren nach Angaben der Behörden mindestens 130 Menschen verletzt worden, die Veranstalter sprachen von erheblich mehr.

Der Einsatzleiter und Polizeipräsident Siegfried Stumpf begründete den Einsatz der Wasserwerfer damit, dass zahlreiche Demonstranten der Polizei den Weg zur Baustelle und zum Aufstellen der Absperrgitter versperrt hätten. Um den Weg frei zu machen, seien teils harte Wasserstöße abgegeben worden, allerdings jeweils erst nach mehreren Durchsagen. Schneider zeigte vor Journalisten Polizeivideos, um das Vorgehen gegen teils gewalttätige Demonstranten zu rechtfertigen.

Stumpf wies Vorwürfe zurück, er habe Vorgaben aus dem Innenministerium zur Gestaltung des Einsatzes erhalten. "Mir hat niemand 'reingeredet. Ich übernehme die volle Verantwortung für den Einsatz", sagte der Polizeipräsident.

AFP / AFP