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Designierte SPD-Ministerin Nancy Faeser: Deutschlands erste Bundesinnenministerin im Kurzporträt

Nancy Faeser
Nancy Faeser bei ihrer Vorstellung als künftige Innenministerin in Berlin
© Michael Kappeler / Picture Alliance
Olaf Scholz hat sein Kabinett bekannt gegeben, Innenministerin soll Nancy Faeser werden. Die 53-Jährige ist zur Zeit noch Oppositionsführerin im hessischen Landtag.  

Nancy Faeser soll die erste Frau an der Spitze des Bundesinnenministeriums werden. Die SPD-Politikerin will ihren Schwerpunkt im Amt auf die Bekämpfung des Rechtsextremismus legen. Bei der Vorstellung der künftigen Ministerinnen und Minister aus den Reihen der SPD sagte sie: "Ein besonderes Anliegen wird mir sein, die größte Bedrohung, die derzeit unsere freiheitlich demokratische Grundordnung hat, den Rechtsextremismus, zu bekämpfen."

Die Menschen in Deutschland hätten zu Recht den Anspruch, dass die Bundesregierung für ihre Sicherheit sorge, fügte sie hinzu. Dafür brauche es gut ausgebildetes, gut ausgestattetes Personal, insbesondere bei der Bundespolizei.

Nancy Faeser dürfte vielen Deutschen noch unbekannt sein. Die 51-jährige Volljuristin ist zur Zeit noch Fraktions- und Landesvorsitzende der hessischen SPD und als solche Oppositionsführerin im hessischen Landtag. Im hessischen Landtag hat sich Faeser den Ruf einer scharfzüngigen Rednerin erworben mit der Gabe, ihre Argumente in der politischen Auseinandersetzung gut zuzuspitzen und zu profilieren. Eigentlich galt sie bislang als kommende Spitzenkandidatin für die Landtagswahl 2023. Seit 1988 ist Faeser Mitglied der SPD, seit 2003 gehört sie dem hessischen Landtag an. Seit 2019 wiederum ist sie Landesvorsitzende der SPD Hessen. Laut ihres Abgeordnetenprofils ist sie neben ihrem Mandat als selbständige Rechtsanwältin tätig. Faeser ist verheiratet und hat einen vierjährigen Sohn.

Nancy Faeser löst Horst Seehofer ab

Nancy Faeser war unter anderem Obfrau im Untersuchungsausschuss zu den NSU-Morden und sitzt der sogenannten G10-Kommision vor, der in Hessen jegliche Post- und Telekommunikationsüberwachungsmaßnahmen unterliegen.

Zu ihren Themen zählt sie laut eigenen Angaben eine Entlastung der hessischen Polizei, gebührenfreie Kitas, eine Entlastung der hessischen Kommunen durch Entschuldung, die vollständige Aufklärung und Aufarbeitung der Verbrechen des NSU in Hessen, bezahlbaren Wohnraum für den Main-Taunus Kreis, durch gezielte Förderung im Städtebau, einen Ausbau des Breitbandnetzes und weitere Förderprogramme für den digitalen Ausbau.

Faeser löst den CSU-Politiker Horst Seehofer an der Spitze des Innenministeriums ab. 

Quellen: DPA, SPD I, SPD IILandtag Hessen

rös

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