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Oskar Lafontaine: Für die Linkspartei "unverzichtbar"

Die Linkspartei in Baden-Württemberg hält den an Krebs erkrankten Parteivorsitzenden Oskar Lafontaine als Integrationsfigur zwischen Ost- und Westverbänden für unverzichtbar.

Die Linkspartei in Baden-Württemberg hält den an Krebs erkrankten Parteivorsitzenden Oskar Lafontaine als Integrationsfigur zwischen Ost- und Westverbänden für unverzichtbar. "Ich glaube schon, dass ihn die Linke noch einige Jahre braucht", sagte Landeschef Bernd Riexinger am Mittwoch im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa in Stuttgart. Sollte sich Lafontaine aus der Politik zurückziehen, "wäre das ein ganz schlechter Zeitpunkt" besonders für die westlichen Parteibezirke.

Riexinger zeigte sich aber optimistisch, "dass Lafontaine wieder gesund werden kann". Der Landesverband werde ihn demnächst auffordern, "wenn es ihm bessergeht, wieder für den Parteivorsitz zu kandidieren". Der 66-jährige Bundeschef könne "die Kritik am neoliberalen Kapitalismus am präzisesten auf den Punkt bringen". Der Landeschef fügte hinzu: "Wir brauchen eine gute Außendarstellung. Das kann im Moment niemand so übernehmen."

Lafontaine hatte am Dienstag über seine Krebserkrankung informiert und erklärt, sich an diesem Donnerstag einer seit längerem geplanten Operation unterziehen zu wollen. Danach will er zu Beginn des neuen Jahres darüber entscheiden, "in welcher Form ich meine politische Arbeit weiterführe".

DPA / DPA