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Proteste zeigen Wirkung Bund rettet Medizinausbildung in Lübeck


Lübecks Mediziner konnten auf starke Verbündete zählen: Wissenschaft, Wirtschaft und Bevölkerung protestierten in seltener Einmut gegen die Sparpläne der Landesregierung. Jetzt springt der Bund in die Bresche: Mit zusätzlichen 25 Millionen Euro pro Jahr sorgt er für den Erhalt des Standortes.

Die Medizinerausbildung an der Universität Lübeck bleibt dank der Hilfe des Bundes erhalten. Berlin werde sich künftig mit zusätzlichen 25 Millionen Euro pro Jahr an der Finanzierung der Forschungslandschaft in Schleswig-Holstein beteiligen, teilte die Landesregierung am Donnerstag mit. Das hätten Ministerpräsident Peter Harry Carstensen, Wissenschaftsminister Jost de Jager (beide CDU) und FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki mit Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) vereinbart.

Kubicki erklärte am Donnerstagabend: "Der Medizinstudiengang in Lübeck bleibt erhalten." Die CDU/FDP-Koalition in Kiel wollte im Zuge ihres Millionen-Sparprogramms die Mediziner-Ausbildung in Lübeck auslaufen lassen, um bis zu 26 Millionen Euro pro Jahr einzusparen. Dagegen hatte es massive Proteste in Wissenschaft, Wirtschaft und der Bevölkerung gegeben, da ein Abstieg der Lübecker Universität in die Bedeutungslosigkeit befürchtet wurde.

DPA DPA

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