Rentenreform Widerstand in der SPD wächst


In der SPD-Fraktion wächst der Widerstand gegen den Vorschlag der Rürup-Kommission, das Renteneintrittsalter auf 67 Jahren zu erhöhen. Sozialministerin Schmidt (SPD) will dieses Vorhaben angeblich übernehmen.

In der SPD-Fraktion gibt es Widerstand gegen eine Erhöhung des gesetzlichen Renteneintrittsalters von 65 auf 67 Jahre.

Die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion, Gudrun Schaich-Walch, sagte am Freitag im Berliner DeutschlandRadio: "Ich bin der Überzeugung, wir müssen uns darauf viel stärker konzentrieren, dass wir das tatsächliche Rentenalter von 65 erreichen." Es sei schwierig, bis 2035 ein gesetzliches Renteneintrittsalter von 67 Jahren zu verwirklichen, insbesondere, wenn man die wirtschaftliche Situation mit einbeziehen wolle. Bundessozialministerin Ulla Schmidt (SPD) tendiert dagegen offenbar dazu, das langfristig Renteneintrittsalter auf 67 Jahre steigen zu lassen.

Anhebung des Rentenalters auf 67 Jahren?

Am Donnerstag hatte Schmidt bei der offiziellen Übergabe des Berichts der so genannten Rürup-Kommission zur Reform der Sozialsysteme gesagt, eine Anhebung des Rentenalters von 65 auf 67 Jahre schrittweise von 2011 bis 2035 müsse diskutiert werden. Man müsse berücksichtigen, dass die Lebenserwartung steige und die arbeitende Bevölkerung die Renten sichern können müsse.

Widerstand auch in der CDU

Der sozialpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Andreas Storm (CDU), sagte am Freitag in der ARD, die Kommissionsempfehlungen zur Rente hätten zwei Nachteile: "Zum einen will er das Rentenalter generell anheben." Das gehe an der Lebenswirklichkeit vorbei. "Hier muss eine Regelung hin, dass diejenigen, die früh beginnen, auch früher ohne Abschläge aussteigen können." Zweitens fehle eine Stärkung der familienpolitischen Komponente. "Auch hier müssen wir einen anderen Weg gehen." Vor allem Frauen müssten die Chance erhalten, eine vollständige eigene Rentenbiographie aufbauen zu können. "Wer Kinder erzieht, braucht eine höhere Rente."


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