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Lokalpolitiker gibt auf: Nach Hassmails und Morddrohungen: Chef der SPD Bocholt wirft hin

Thomas Purwin, Vorsitzender der SPD Bocholt, gibt seine politischen Ämter auf. Der Lokalpolitiker war in der jüngeren Vergangenheit massiv angefeindet worden. Nachdem nun auch seine Familie bedroht wurde, zieht er sich zurück.

Erhielt Morddrohungen: Thomas Purwin, Vorsitzender der SPD in Bocholt

Erhielt Morddrohungen: Thomas Purwin, Vorsitzender der SPD in Bocholt

Der Bocholter SPD-Vorsitzende Thomas Purwin schmeißt hin. Der Lokalpolitiker ist nach wiederholten Hassmails und Bedrohungen gegen seine Familie von seinem Amt zurückgetreten. "In den letzten Mails ging es nicht nur gegen mich, sondern auch gegen meine Lebensgefährtin und insbesondere gegen meine Tochter", teilte der 35-jährige Purwin am Dienstag mit. Er habe zwar gelernt, mit den gegen ihn gerichteten Mails umzugehen. Jetzt sei aber eine Grenze überschritten. Deshalb ziehe er sich "schweren Herzens aktuell aus der Bocholter Lokalpolitik" zurück.

SPD sagte wegen Drohungen bereits Parteitag ab

Purwin leitet das Standesamt der 71.000-Einwohner-Stadt im Landkreis Borken in Nordrhein-Westfalen. Er und andere Kommunalpolitiker hatten in den vergangenen Monaten immer wieder Hassmails vor allem mit fremdenfeindlichem Charakter erhalten. Gegen Bürgermeister Peter Nebelo, ebenfalls in der SPD, und Stadtkämmerer Ludger Triphauswurden laut einem WDR-Bericht Morddrohungen gerichtet. Die Staatsanwaltschaft Münster ermittelt.

Im Oktober dieses Jahres hatte die Bocholter SPD wegen der Drohungen gegen Purwin bereits einen Parteitag abgesagt, Rückendeckung erhielt der Lokalpolitiker in der Folge unter anderem von SPD-Chef Sigmar Gabriel:


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