Umfrage Schwarz-Gelb verteidigt Vorsprung in NRW

Allen Zankereien auf Bundesebene zum Trotz: CDU und FDP erreichen bei den Wählern in Nordrhein-Westfalen eine Mehrheit. Das ergab eine stern.de-Umfrage. Die Gefolgschaft für Ministerpräsident Jürgen Rüttgers ist groß - ausgerechnet bei den Arbeitern jedoch nicht so sehr.

Trotz der Streitigkeiten in der Berliner Regierungskoalition um Steuersenkungen und Gesundheitsreform kommt Schwarz-Gelb bei den Wählern in Nordrhein-Westfalen auf eine knappe Mehrheit. In einer Forsa-Umfrage im Auftrag des stern liegt die CDU bei 42 Prozent, die FDP bei 6 Prozent. Die SPD erreicht 31 Prozent, die Grünen würden 11 Prozent der Befragten wählen und die Linke 5 Prozent. Damit kommt Schwarz-Gelb auf 48 Prozent gegenüber 47 Prozent für das "linke" Lager. Für sonstige Parteien würden 5 Prozent der 1121 Befragten stimmen.

In dem bevölkerungsreichsten Bundesland sind im Mai Landtagswahlen. Würde der Ministerpräsident direkt gewählt, müsste sich Jürgen Rüttgers (CDU) keine Sorgen machen. 51 Prozent der befragten Bürger würden sich für den Amtsinhaber entscheiden, nur 23 Prozent für seine Herausforderin Hannelore Kraft von der SPD. Keinen von beiden würden 26 Prozent der Befragten wählen. Selbst bei den Anhängern der SPD erreicht Kraft mit 52 Prozent nur eine knappe Mehrheit, während Rüttgers im eigenen Lager der CDU auf satte 81 Prozent kommt.

Kraft sehr schwach bei Arbeitern

Auffällig: Bei den Arbeitern ist der Anteil derjenigen besonders hoch, der keinen von beiden wählen würde (39 Prozent). Der selbsternannte Arbeiterführer Rüttgers erzielt hier mit einem Anteil von 42 Prozent ein vergleichsweise schwaches Ergebnis - genau wie Kraft, die in der früheren Stammklientel der SPD nur auf 19 Prozent kommt.

Gegenüber den Landtagswahlen von 2005 würden CDU und FDP leicht verlieren, während die SPD um weitere sechs Prozentpunkte einbricht. Großer Gewinner wären die Grünen, die vor fünf Jahren nur auf 6,2 Prozent der Stimmen kamen. Die Linke wäre mit einem Ergebnis von 5 Prozent erstmals im nordrhein-westfälischen Landtag vertreten.

ben

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