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Vorsitzender der Berliner Piratenpartei Kapitän verlässt überraschend die Brücke


Der Vorsitzende der Berliner Piratenpartei, Gerhard Anger, hat überrascht nicht erneut für sein Amt kandidiert. Die Mitglieder spendeten dennoch respektvollen Applaus und haben schon einen Nachfolger gewählt.

Der Vorsitzende der Berliner Piraten, Gerhard Anger, zieht sich aus der Parteispitze zurück. Dies teilte Anger am Samstag zum Auftakt des Landesparteitags mit. Als Grund nannte er den immensen Druck und die hohen Erwartungen an, die mit einem politischen Spitzenamt verbunden seien. "Ich ertrage diese emotionale Belastung nicht", sagte der 36-Jährige. Deshalb kandidiere er nicht für eine weitere Amtszeit. "Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut", sagte er. Zum seinem Nachfolger wählten die Mitglieder Hartmut Semken, sagte der Pressesprecher der Piraten Ben de Biel.

Bis zum Start des Parteitags gingen Mitglieder davon aus, dass er bei den anstehenden Vorstandswahlen wieder kandidiert. Daneben wollte sich die bisherige Schatzmeisterin Katja Dathe bewerben. Anger entschuldigte sich für seine kurzfristige Entscheidung, nicht mehr zu kandidieren.

Die mehreren hundert Parteimitglieder im Saal reagierten auf die überraschende Ankündigung mit großem Beifall. Anger war seit Anfang 2011 Vorsitzender der Berliner Piraten. Der 36-Jährige führte den Landesverband in die Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus im vergangenen September. Dort erzielten die Piraten ein Ergebnis von 8,9 Prozent und zogen erstmals in ein Landesparlament ein.

ono/DPA DPA

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