Wahl-Umfrage Frustrierte Bürger würden wieder so wählen


Laut der aktuellen stern-Umfrage würden vier Wochen nach der Bundestagswahl die Deutschen genauso wählen wie am 18. September. Und das, obwohl drei Viertel der Bürger mit dem Wahlausgang unzufrieden sind.

Die Deutschen haben erst vor einem Monat gewählt und das nicht sonderlich eindeutig. Dennoch würden sich die Bundesbürger auch vier Wochen und zähem Polit-Ringen später genauso wiederwählen, wir am 18. September. Das hat jetzt die neue Forsa-Umfrage vom stern und RTL ergeben.

Danach kommt die Union auf 35 Prozent, das ist ein Punkt weniger als in der Vorwoche. Die SPD erreicht unverändert 34 Prozent. Nur geringfügige Abweichungen gibt es auch bei den kleinen Parteien: Die FDP liegt wie in der Vorwoche bei zehn Prozent, die Linkspartei bei acht, minus ein Prozent und die Grünen bei neun Prozent, plus ein Prozent.

Obwohl sich das politische Stimmungsbild offenbar nicht geändert hat, sind die Wähler mit dem Wahlergebnis unzufrieden. Laut einer Umfrage der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) haben 74 Prozent die Frage "Wäre Ihnen ein anderes Ergebnis der Bundestagswahl lieber gewesen?" mit Ja beantwortet. Fast genauso viele Bürger glauben nicht daran, dass Union und SPD gut zusammenarbeiten werden. 68 Prozent der Befragten entsprechende Zweifel, 13 Prozent gaben sich unentschieden und nur 19 Prozent setzten auf eine gute Zusammenarbeit.

Skepsis herrscht laut der "FAZ" auch hinsichtlich der angekündigten Reformen: 82 Prozent der Bevölkerung meinen, dass eine Erhöhung der Mehrwertsteuer ihnen persönliche Nachteile bringen würde, 29 Prozent sagen dies mit Blick auf die Änderung der Pendlerpausche, 27 Prozent befürchten, dass die Einführung der Gesundheitsprämie ihnen schaden würden, 21 Prozent erwarten dies von der Bürgerversicherung.

Mit Material von AP

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