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Weizsäckers wichtigste Rede "Der 8. Mai war ein Tag der Befreiung"


Richard Weizsäcker ist tot. In Erinnerung wird vor allem seine Rede bleiben, die er zum 40. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges vor dem Bonner Bundestag hielt.

Vor 20 Jahren hielt der Bundespräsident Richard von Weizsäcker seine wichtigste Rede. 40 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs betonte er, dass der 8. Mai 1945 "ein Tag der Befreiung" war. Er sei vor allem ein Tag der Erinnerung und des Nachdenkens über die deutsche Geschichte. Weizsäckers Bitte an die jungen Menschen lautete: "Lassen Sie sich nicht hineintreiben in Feindschaft und Hass gegen andere Menschen, gegen Russen oder Amerikaner, gegen Juden oder Türken, gegen Alternative oder Konservative, gegen Schwarz oder Weiß."

Weizsäckers Rede fiel in eine Zeit, in der die Westdeutschen noch Jahrzehnte nach dem Kriegsende Schwierigkeiten im Umgang mit dem Zweiten Weltkrieg hatten. Der Bundespräsident prägte damit auch das Bild Deutschlands im Ausland neu. Er hielt die Rede bei Staatsbesuchen, unter anderem in der Sowjetunion, Polen und Israel.


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