HOME

Zu wenig Katholiken: Bayrischen Gemeinden wird Feiertag gestrichen

Mehrere Gemeinden in Bayern müssen im kommenden Jahr Abschied vom Feiertag Mariä Himmelfahrt nehmen. Der Zensus 2011 hatte ergeben, dass es dort inzwischen mehr Protestanten als Katholiken gibt.

Die Ergebnisse der jüngsten Volkszählung haben für drei Gemeinden in Bayern die Streichung eines Feiertags zur Folge. Die Bewohner Speichersdorfs, Baiersdorfs und Memmingerbergs feiern in diesem Jahr zum letzten Mal Mariä Himmelfahrt als gesetzlichen Feiertag - 2014 ist der 15. August ein ganz normaler Werktag für sie. Grund: Der Zensus 2011 ergab, dass es dort inzwischen mehr Protestanten als Katholiken gibt, wie eine Sprecherin des Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung mitteilte.

Sieben Kommunen im Freistaat dürfen sich hingegen über einen zusätzlichen freien Tag freuen. In ihnen stieg die Zahl der Katholiken.

Ein gesetzlicher Feiertag ist Mariä Himmelfahrt in Bayern nur in den rund 1700 Städten und Gemeinden mit überwiegend katholischer Bevölkerung. In evangelisch geprägten Gegenden wie rund um Nürnberg wird normal gearbeitet und die Geschäfte haben geöffnet.

kmi/DPA / DPA
Themen in diesem Artikel