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Verbot für Tierschutz Julia Klöckner will Ausstellungen mit Hunden aus Qualzucht verbieten

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner
Julia Klöckner während einer Pressekonferenz im Juni diesen Jahres.
© Kay Nietfeld / Picture Alliance
Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner möchte der Qualzucht von Hunden ein Ende bereiten. Trotz entsprechender Verbote gibt es in Deutschland noch viele Hunde, die leiden müssen. 

Julia Klöckner (CDU) will zukünftig Ausstellungen von Hunden verbieten, die Merkmale von Qualzuchten aufzeigen, wie es etwa bei Mops und Bulldogge der Fall ist. "Tierärzte berichten von vielen Tieren mit gesundheitlichen Problemen aufgrund von Qualzuchtmerkmalen", sagte die Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner der "Rheinischen Post" vom Montag. "Das lässt darauf schließen, dass viele Züchter gegen das Verbot verstoßen."    

Die Kontrolle solcher Gesetzesverstöße sei schwierig. Der Ministerin zufolge muss das zuständige Veterinäramt im Einzelfall feststellen, ob bei der Zucht zu erwarten war, dass Welpen Körperteile oder Organe fehlen oder sie kein gesundes Hundeleben zu erwarten hätten.    

Julia Klöckner: Verbot soll Anreiz nehmen

"Wir werden deshalb die Ausstellung solcher Tiere verbieten und damit auch den Anreiz für solche Züchtungen nehmen - es ist doch absurd, dass diese Tiere auch noch prämiert werden, obwohl ihre Zucht gesetzeswidrig ist", sagte die CDU-Politikerin.    

Es sei nicht vertretbar, dass ein Tier leiden müsse, "um den ästhetischen Ansprüchen seines Herrchens oder Frauchens zu entsprechen". Manche betroffene Hunde könnten nur schwer atmen. "Das geht bis zum Kreislaufkollaps mit Ohnmacht."

meh AFP

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