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Alpen Drei deutsche Wanderer stürzen in den Tod, 40-Jähriger im Karwendel vermisst

Blick ins Tannheimer Tal Richtung Landsberger Hütte
Schroff und spektakulär: Das Tannheimer Tal gehört zu beliebtesten Wanderregionen Österreichs. Am Freitag verunglückte ein Wanderer beim Abstieg zur Traualpe tödlich. (Symbolfoto)
© Alexander Bernhard / CHROMORANGE / Picture Alliance
Drei deutsche Urlauber sind am Wochenende beim Wandern in den Alpen tödlich verunglückt. Zwei rutschten in Österreich in den Tod, einer an einem Klettersteig in der Schweiz. Im Karwendel wird ein 40-Jähriger vermisst.

Drei deutsche Wanderer sind am Wochenende auf Bergtouren in den Alpen abgestürzt und gestorben. Zwei davon in Österreich, ein weiterer verunglückte in den Schweizer Bergen tödlich. Ungewiss ist das Schicksal eines 40-Jährigen im Karwendelgebirge.

Bereits am Freitagnachmittag stürzte ein Wanderer aus Nordrhein-Westfalen im österreichischen Tirol auf 1.770 Metern Seehöhe zunächst über eine steile Böschung und anschließend über eine annähernd senkrechte Felswand in den Tod. Der 74-Jährige war gemeinsam mit seiner Frau und einer Bekannten in Tannheim nahe der deutschen Grenze talwärts Richtung Traualpe unterwegs. Der Steig, auf dem der Unfall passierte, ist rot markiert. Das entspricht einer "mittelschweren" Einstufung des Bergweges. Die Passagen sind dort oft schmal und steil.

Karhorn: 57-Jähriger stürzt beim Abstieg in den Tod

Am gleichen Tag verunglückte ein 52-Jähriger in der Schweiz tödlich. Der Deutsche fiel laut Polizeiangaben beim Aufstieg an einem Klettersteig im Kanton Graubünden etwa 100 Meter in die Tiefe. Seine Frau und weitere Familienmitglieder gingen die Tour gemeinsam mit dem Verunglückten. Zur genauen Herkunft des Deutschen gab es keine weiteren Angaben.

Ein weiterer Mann aus Nordrhein-Westfalen verlor am Samstag sein Leben in den österreichischen Bergen. Der Wanderer aus Bad Oeynhausen stieg gemeinsam mit seiner Frau auf das 2.416 Meter hohe Karhorn in Vorarlberg nahe der deutschen Grenze auf, wie die Polizei berichtete. Am Gipfel traf sich das Paar mit seiner Tochter und ihrer Begleitung, die einen anderen Weg gegangen waren. Gemeinsam wollten sie wieder in das Tal absteigen, als es zum Unfall kam. Der 57-Jährige rutschte auf losem Geröll weg und stürzte etwa 100 Meter über eine steil abfallende Felswand. Der Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen.

Vermisst im Karwendel: Retter suchen 40-Jährigen 

Und auch am Sonntag mussten die Bergretter in Tirol ausrücken. Zunächst suchten Einsatzkräfte nach einem 48-Jährigen aus Bayern, der eine Tour durchs Karwendel geplant, sich dabei aber offenbar in der Zeitplanung verschätzt hatte. Weil er sich von einer ungeplanten Übernachtung nicht bei seiner Frau meldete, informierte diese besorgt die Polizei. Der Mann wurde schließlich am Sonntagvormittag im Vomperloch, einem spektakulären Seitental des Inntals gefunden und von der Bergrettung nach Schwaz gebracht. 

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Mit Hubschraubern und zu Fuß suchten Einsatzkräfte am Sonntag nach einem 40-jährigen Deutschen. Der war am Freitag ebenfalls zu einer zweitägigen Tour im Karwendelgebirge aufgebrochen, hatte sich am Samstagabend aber nicht wie vereinbart bei seiner Familie gemeldet. Wegen des schlechten Wetter brachen die Retter ihre Suche am frühen Sonntagabend ab. Am Montag soll weiter nach dem vermissten Wanderer gesucht werden.

Quellen: DPA, "Tiroler Tageszeitung"   

js DPA

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