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"Elbtower" in Hamburg Karstadt-Eigner baut Deutschlands dritthöchsten Wolkenkratzer

Elbtower
Hell, 235 Meter hoch, "skulptural" - der siegreiche Entwurf von Architekt David Chipperfield für den Elbtower.
© SIGNA Chipperfield
Nach der Elbphilharmonie bekommt Hamburg in Zukunft noch ein weiteres Wahrzeichen. Der "Elbtower" wird mit Abstand das höchste Gebäude in Hamburg. Und das dritthöchste in ganz Deutschland. 

Die Elbphilharmonie ist gerade mal seit etwas mehr als einem Jahr fertig, da träumt Hamburgs Politik bereits von einem neuen Wahrzeichen. Namentlich durchaus verwandt, soll der "Elbtower" das Konzerthaus jedoch um mehr als das Doppelte überragen. Wie die Hansestadt mitteilte, könnte mit dem Bau des 235 Meter hohen Turms im Osten der Hafencity 2021 begonnen werden, vier oder fünf Jahre später wird die Eröffnung anvisiert. Der Wolkenkratzer wird das mit Abstand höchste Gebäude in Hamburg und das dritthöchste in Deutschland werden. Nur Commerzbank-Tower (259 Meter) und Messeturm in Frankfurt ragen höher in den Himmel. 

Der "Elbtower" beherbergt ein Hotel und Eventflächen - aber keine Wohnungen

Wie Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz am Donnerstag gemeinsam mit der Stadtentwicklungssenatorin Dorothea Stapelfeldt mitteilte, bekam ein Entwurf aus dem Büro des britischen Stararchitekten David Chipperfield den Zuschlag. Die Bauherrschaft wird die Signa Prime Selection AG übernehmen, hinter der der österreichische Karstadt-Eigner René Benko steht.

Der "Elbtower" soll nach seiner Fertigstellung unter anderem Büros, ein Hotel, Veranstaltungsflächen und weitere Nutzungsmöglichkeiten bieten, gemäß der Mitteilung aber "wegen der extremen Lärmwerte" keinen Wohnraum beherbergen. 

Elbtower
Die Grafik zeigt das Nutzungskonzept des "Elbtower"
© SIGNA Chipperfield

Scholz sagte, der helle skulpurale Bau werde das "Kunstwerk Hamburg" fotsetzen: "Der Turm selbst ist ein selbstbewusstes, elegantes und schönes Haus. Dieser Turm passt in seiner klassischen Haltung zum neuen Hamburg. Ich bin sicher, dieses Haus ist ein großer Gewinn für Hamburg und seine Menschen, auch wenn man sich an den Turm erst wird gewöhnen müssen."

Abwarten. Viele Hamburger dürften das Kosten- und Planungsdesaster rund um die Elbphilharmonie noch nicht vergessen haben, auch wenn das Konzerthaus mittlerweile die Herzen von Einwohnern und Besuchern gewonnen hat.

rös

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