Tarifkonflikt
Busse und Bahnen rollen wieder – doch war der Warnstreik erst der Anfang?

Warnstreik: Eine Verdi-Fahne vor einem Bus
Am Freitag und Samstag ging nix mehr. Die Gewerkschaft Verdi hatte zum Warnstreik im ÖPNV aufgerufen
© BREUEL-BILD / Imago Images
Zwei Tage lang standen die Busse und Bahnen wegen eines Warnstreiks in den meisten Städten still. Zum Wochenstart können Pendler aufatmen. Aber wie lange?

Nach den zweitägigen Warnstreiks im Nahverkehr rollen in den meisten Regionen seit Sonntagmorgen die Busse, U-Bahnen und Trams wieder. In Berlin lief der Linienverkehr gegen 3.00 Uhr wieder an, wie die Berliner Verkehrsbetriebe mitteilten. In Hamburg habe es nach Ende des Streiks etwa zwei Stunden gedauert, bis der Betrieb wieder reibungslos gelaufen sei, sagte eine Hochbahn-Sprecherin. Entspannung signalisierten beispielsweise auch die Erfurter Verkehrsbetriebe: „Ganz normaler Betriebsbeginn, alles rollt wieder.“

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hatte zu dem Ausstand aufgerufen. Der Warnstreik begann in den meisten Regionen am Freitag in den frühen Morgenstunden und endete in der Nacht zum Sonntag. 

Streik im ÖPNV: Ende des Tarifkonflikts nicht in Sicht

Vielerorts war es der zweite Warnstreik in der laufenden Tarifrunde. Bereits Anfang Februar stand der Nahverkehr für 24 Stunden nahezu bundesweit still. Vom Warnstreik ausgenommen waren in den vergangenen Tagen Niedersachsen und Baden-Württemberg. In Niedersachsen gilt noch bis Ende März eine Friedenspflicht, in Baden-Württemberg könnten Beschäftigte in der bevorstehenden Woche in Warnstreiks gehen. 

In den Tarifverhandlungen, die in allen 16 Bundesländern überwiegend mit den kommunalen Arbeitgeberverbänden geführt werden, fordert Verdi deutlich bessere Arbeitsbedingungen - etwa durch kürzere Wochenarbeitszeit und Schichtzeiten, längere Ruhezeiten, aber auch durch höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende.

In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn wird zusätzlich über höhere Löhne und Gehälter verhandelt.

Ein Ende des Tarifkonflikts ist derzeit noch nicht in Sicht - Warnstreiks bleiben damit weiterhin möglich.

DPA
pgo

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