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Klimaschutz: Von wegen "Flugscham": Die Deutschen fliegen nach wie vor – auch im eigenen Land

Die Reiseveranstalter Tui und Alltours haben es bestätigt: Flugreisen, vor allem Mittel- und Langstrecken, sind bei den Deutschen weiterhin extrem beliebt. Trotz Klimademonstrationen wie "Fridays for Future" stellt sich in Deutschland keine Flugscham ein.

Der Schatten eines Flugzeugs über Meer und Strand

Mittel- und Langstreckenflüge, vor allem ans Mittelmeer und den Indischen Ozean, sind beliebter denn je (Symbolbild)

Getty Images

Jeden Freitag gehen Menschen für Fridays von Future auf die Straße, um auf den Klimawandel aufmerksam zu machen. Dass vor allem Flüge schädlich für das Klima sind, scheint in den Köpfen der Deutschen dennoch nicht angekommen zu sein. Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, sind Mittel- und Langstreckenflüge weiterhin sehr beliebt. "Die private Nachfrage nach Flügen auf der Mittel- und Langstrecke wächst über alle Flughäfen in Deutschland", zitiert sie Ralph Beisel, den Hauptgeschäftsführer des Flughafenverbands ADV. 

Besonders beliebt seien Flüge ans Mittelmeer und an den Indischen Ozean. Aber auch andere ferne Ziele wie Sansibar und in Kenia stehen hoch im Kurs. Beim Reiseveranstalter Alltours nahmen Reisen nach Fernost um 50 Prozent zu, so die "Süddeutsche Zeitung".

In Schweden boomt die Bahn 

Anders als in Deutschland, stellte sich in Schweden das Phänomen der Flugscham bereits 2018 ein. Vergangenen Winter verzeichnete die Schwedische Bahn SJ einen Anstieg der Geschäftsreisen um 21 Prozent. Die Zahl der Inlandsflüge ging parallel um 3,2 Prozent zurück. Als Auslöser dafür nennt die "Süddeutsche Zeitung" die gestiegene Sensibilität für umweltschädliches Verhalten, die vor allem durch die Klimademonstrationen hervorgerufen wird. 

Quelle: "Süddeutsche Zeitung"

fis

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