Sicherheitstests nach Unfall Bahn zieht ICE-Züge aus dem Verkehr

Ausfälle und Einschränkungen im Zugverkehr: Nach dem Unfall im Kölner Hauptbahnhof überprüft die Bahn Dutzende ICE-Züge auf technische Mängel. Viele Verbindungen wurden deshalb gestrichen.

Wegen Sicherheitstests bei ICE-3-Zügen müssen sich Bahnkunden auf Zugausfälle und Einschränkungen einstellen. Das teilte die Bahn mit. Hintergrund ist der Unfall eines ICE am Mittwoch am Kölner Hauptbahnhof. Die betroffenen Züge sind in der Nacht zu Freitag in die Werkstätten gebracht worden.

Rund 60 Verdindungen fallen aus, das geht aus einer von der Bahn veröffentlichten Liste im Internet hervor. Vor allem Verbindungen im Süden und im Westen sind betroffen, auch einige Züge ins benachbarte Ausland wurden gestrichen. Über Fahrplanänderungen informiert die Bahn unter der kostenlosen Nummer 08000/996633 und auf den Internetseiten der Bahn.

Das Unternehmen teilte mit, dass es noch bis Anfang nächster Woche Einschränkungen geben wird. Bereits am Wochenende sollen die ersten überprüften Fahrzeuge wieder eingesetzt werden. "Die Sicherheit unserer Fahrgäste hat oberste Priorität", erklärte Bahn-Vorstand Karl-Friedrich Rausch. "Wir bitten unserer Kunden um Verständnis, dass es aufgrund der Überprüfungen zu einzelnen Zugausfällen und Komfort-Einschränkungen kommt und arbeiten mit Hochdruck daran, für möglichst viele Verbindungen Ersatzlösungen zur Verfügung stellen."

Anlass für den Unfall am Kölner Hauptbahnhof war nach Angaben der Bahn eine defekte Radsatzwelle. Ein Großteil des Zuges hatte sich noch am Bahnsteig befunden, als die Achse eines vorderen Waggons plötzlich aus den Schienen sprang. Die 250 Reisenden konnten auf dem Bahnsteig aussteigen. Verletzt wurde niemand.

ukl/DPA/AFP/AP AP DPA

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