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Verkehr: Wie die Bahn ihre Züge repariert – und wieso trotzdem nicht immer alles funktioniert

In Hamburg werden jede Nacht Fernzüge der Bahn auf den nächsten Einsatz vorbereitet. Nach Millionen Kilometern Laufleistung müssen oft ganze Komponenten getauscht werden. Wenn die Zeit nicht reicht, gehen Züge auch schon mal mit "Komfortschäden" auf die Strecke.

Einfahrt ins ICE-Werk Eidelstedt

Auf einem von acht Gleisen rollen die Züge ins ICE-Werk Hamburg-Eidelstedt. Die Hallen sind beheizt, denn im Winter vereisen die Züge schnell, so dass dann nicht an ihnen gearbeitet werden kann. Die meisten Arbeiten werden in der Nachtschicht zwischen 21.30 Uhr und 6 Uhr erledigt.

Die Ausmaße der Halle sind gewaltig: über 400 Meter lang, fast 70 Meter breit und mehrere Stockwerke hoch: Acht Züge können parallel ins ICE-Werk Hamburg-Eidelstedt einfahren. Dort werden sie gewartet, repariert und für den nächsten Einsatz vorbereitet. Bis zu 160 Bahnmitarbeiter pro Schicht kümmern sich um das teilweise fast 30 Jahre alte Zugmaterial des Konzerns.

Gerade die Wartung hat in der letzten Zeit Schlagzeilen gemacht, weil teilweise nur 80 Prozent der Züge fehlerfrei aus den Werken kamen. 20 Prozent hatten so genannte "Komfortschäden" – nichts Sicherheitsrelevantes also, wie die Bahn versichert. Doch auch kaputte Bordküchen oder nicht funktionierendes Wlan nerven die Passagiere.

Der stern war bei einigen typischen Reparaturen dabei, etwa dem Wechsel einer Achse oder Arbeiten in der Bordküche.

Mehr über "Wahnsinn Bahn - Chaos, Ausfälle, überfüllte Züge" finden Sie auch im neuen stern, Heft 50/2018.

+++ Lesen Sie auch: "Zug verspätet - Geld zurück - Das sind Ihre Rechte als Bahnfahrer" +++

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