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Bildband "City Lights": So bunt funkeln nachts die Metropolen

Nachts sind alle Städte grau? Von wegen! Der Fotograf Vincent Laforet belehrt uns eines Besseren. In seinem neuen Bildband "City Lights" zeigt er mit Luftaufnahmen aus dem Hubschrauber die faszinierenden Lichtmuster von Chicago, Berlin und Sydney.

New York City    Blick hoch über Harlem auf den Central Park nach Downtown Manhattan mit den Hochhäusern an der feinen Adresse Central Park South. Links im Bild sind die Lichter der Fifth Avenue.

New York City

Blick hoch über Harlem auf den Central Park nach Downtown Manhattan mit den Hochhäusern an der feinen Adresse Central Park South. Links im Bild sind die Lichter der Fifth Avenue.

"Ich lehne mich in über zwei Kilometern Höhe aus einem Hubschrauber, gehalten nur von einem an zwei Stellen befestigten Sicherheitsgurt. Die Nacht ist tiefschwarz, unter mir die Stadt", schreibt Vincent Laforet in der Einleitung zu seinem neuen Buch "City Lights" über seinen Ausflug in den Himmel über New York.

Der in der Schweiz geborene und heute in Los Angeles lebende Fotograf lehnt sich aus der offenen Kabinentür, sein Gesicht ist starr vor Kälte, Tränen schießen ihm durch den Wind in die Augen. "Ich zerre an den Gurten, um an den Kufen des Helikopters vorbei möglichst gerade nach unten fotografieren zu können, und erblicke ein New York, das ich so noch nie zuvor gesehen habe."

Laforet geht an seine Grenzen

Bei seinen nächtlichen Rundflügen hat sich Laforet nicht nur auf Manhattan beschränkt, sondern hat in den Vereinigten Staaten auch Chicago, Miami, Las Vegas, San Francisco und Los Angeles besucht. In Europa standen für sein Buchprojekt Barcelona und Berlin auf seinem Reiseplan und die australische Metropole Sydney.

Die nächtlichen Fotoessays aus der Vogelperspektive der zehn Weltstädte sind jetzt in einem großformatigen Bildband unter dem Titel "City Light" bei National Geographic im verlagshaus24.de erschienen.

Das Besondere an diesem Buch: der ständige Wechsel. Nicht nur unterscheiden sich die fotografierten Städte erheblich voneinander, sondern Laforet und den Buchmachern im Verlag ist es gelungen, die Perspektiven ständig zu variieren, sich in Details wie Plätze, Hinterhöfe und Baudenkmäler hineinzuzoomen.

Außerdem spielt er mit der Schärfe und mit den Tageszeiten. Denn im Laufe des Projektes, so erzählt er es in seinem Vorwort, ist er dazu übergangen nicht nur nachts zu fotografieren, sondern auch im Zwie- und Gegenlicht. Selbst die wenigen Aufnahmen, die am helllichten Tage entstanden, geben einem ganz neue Einblicke in die Metropolen.

Nach all den Reisen des nächtlichen Überfliegers mit der Kamera zieht Laforet das Fazit: "New York ist berauschend und Furcht einflößend zugleich. Eines steht fest: Hier hatte ich das unheimlichste Helicopter-Fotoshootinng meiner bisherigen Karriere, gleichzeitig aber auch das schönste."


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