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Rückreise aus Australien: "Ich bin froh, dass ich sofort in den Flieger gestiegen bin"

Eigentlich wollte Nico Werner noch bis Juni "Work and Travel" in Australien machen. Wegen der Coronavirus-Pandemie hat er abgebrochen - und hat auf der Rückreise viel Glück gehabt.

Eigentlich wollte Nico Werner, 18, noch bis Juni durch Australien reisen

Eigentlich wollte Nico Werner, 18, noch bis Juni durch Australien reisen

Nico Werner, 18, wollte zwischen Schulabschluss und Beginn seiner Ausbildung etwas erleben: acht Monate "Work and Travel" in Australien. Doch statt im Juni ist er jetzt schon zurück - wegen des Coronavirus. Wann und warum er diese Entscheidung gefällt hat und wie seine Rückreise um die halbe Welt gelaufen ist, erzählt er uns.

"Ich bin morgens aufgewacht und habe gelesen, dass die USA wegen des Coronavirus ihre Grenzen schließen. Da habe ich angefangen, über meine verfrühte Rückreise nachzudenken. Dann hörte ich, dass Europa auch anfängt, seine Grenzen zu schließen. Da habe ich gesagt, dass ich mit dem nächsten Flieger nach Hause fliegen will. Ich habe gewartet, dass meine Eltern wach sind und habe sie angerufen und um Rat gefragt.

Rückflug statt Geburtstagsparty in Melbourne

Eigentlich wollte ich mich mit einem Freund in Melbourne treffen, seinen Geburtstag feiern und dann mit ihm gemeinsam zurückfliegen. Aber dann habe ich doch einen Flug rausgesucht von Perth nach Frankfurt und habe ihn direkt gebucht. Der Flug hat mich allerdings 2400 australische Dollar (etwas mehr als 1300 Euro, d. Red.) gekostet, weil alle aus dem Land heraus wollten und die Flugpreise so angestiegen sind. Zehn Stunden später bin ich schon in den Flieger gestiegen.

Coronavirus-Krise: Australien: Abstand? Fehlanzeige

Der Flughafen in Perth war sehr voll. Da habe ich auch einige Work-and-Traveller gesehen, die ich kannte. In Dubai war der Flughafen rappelvoll, das war echt krass. Es sind auch sehr, sehr viele Menschen mit Masken und Handschuhen geflogen. Gesundheitskontrollen gab es aber weder in Perth, noch in Dubai. In Frankfurt war der Flughafen dann erschreckend leer. Ich war schon öfter dort, aber das war echt gruselig. Nur viele Polizisten waren da, die die Ausgänge bewacht und noch mal viele Pässe kontrolliert haben. Nach fünf Stunden Aufenthalt in Frankfurt war ich abends um 19 Uhr endlich zuhause in Hamburg.

Viele sitzen in Neuseeland fest

Auch alle Freunde, die ich in Australien kennengelernt habe, wollen zurück. Einer ist gerade in Dubai gelandet und fliegt dann weiter nach Düsseldorf, zwei andere fliegen eine ganz andere Route: über Tokio nach Frankfurt. Ganz viele sind aber in Neuseeland und kommen da nicht mehr weg, weil Australien die Grenzen geschlossen hat und man nicht einmal mehr am Flughafen umsteigen darf. Auch über Singapur kommen sie nicht mehr weg. Ich bin echt froh, dass ich sofort in den Flieger gestiegen bin."

Protokoll: Thomas Krause

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