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Flughafen Toronto Reisende mit gefälschten Impfpässen an kanadischer Grenze erwischt – hohe Geldstrafe

Corona-Teststation am Flughafen in Toronto
Corona-Teststation am Flughafen in Toronto
© Zou Zheng / Picture Alliance
Mit gefälschten Impfzertifikaten haben zwei Reisende versucht, bei der Einreise in Kanada Testpflicht und Quarantäne zu umgehen. Die Gesundheitsbehörde reagierte kompromisslos.

Die doppelte Impfung gegen Covid-19 schützt nicht nur vor der Krankheit, sie bringt auch wieder viele Freiheiten zurück, die in der Pandemie lange nicht möglich waren. Besonders beim Reisen ist der volle Impfschutz Gold wert, da damit in vielen Ländern Testpflicht und Quarantäne entfallen. Manche Airlines wollen sogar nur Geimpfte auf ihren Flügen zulassen.

Diese Verlockungen rufen auch Betrüger auf den Plan. Am Flughafen in Toronto sind zwei Reisende aufgeflogen, die aus den USA nach Kanada einreisen wollten. Der Impfnachweis, den die Personen online eingereicht hatten, erwies sich aber als Fälschung, teilte die kanadische Gesundheitsbehörde PHAC mit. Außerdem sollen die beiden Reisenden falsche Angaben zu Corona-Tests, die angeblich vor der Reise stattgefunden hatten, gemacht haben.

Neue Einreisebestimmungen für Geimpfte in Kanada

Nach Angaben der Gesundheitsbehörde weigerten sich beide, gemäß den aktuell geltenden Reisevorschriften sich in einem Hotel in Quarantäne zu begeben oder sich einem Test zu unterziehen. Deshalb wurde gegen sie eine Strafe in Höhe von jeweils fast 20.000 kanadischen Dollar, das sind mehr als 13.000 Euro, verhängt. Laut der Gesundheitsbehörde handelte es sich um kanadische Bürger, die aus den USA wieder zurück in ihre Heimat einreisen wollten. 

Seit Anfang Juli gelten in Kanada gelockerte Einreisebestimmungen für Geimpfte. Diese Aussicht hat wohl auch die beiden Betrüger angelockt – mit einer Impfung hätten sie weder in Quarantäne gehen noch Corona-Tests vor dem Abflug, direkt nach der Landung und weitere acht Tage nach der Ankunft in Kanada absolvieren müssen. 

In Zusammenhang mit den Anpassungen der Reisebestimmungen und dem aktuellen Fall appellierte die Gesundheitsbehörde noch einmal an Bürger und Touristen, nur wahrheitsgemäße Angaben zu machen und sich an die Test- und Quarantäneregeln zu halten. Verstöße könnten mit bis zu 5000 Dollar täglich oder in schweren Fällen sogar mit bis zu einem halben Jahr Gefängnis, bzw. mit bis zu 750.000 Dollar Geldstrafe geahndet werden.

Quelle: Public Health Agency of Canada 

epp

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