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Fußball-WM 2010: Wie sich Südafrika um Sicherheit bemüht

Noch zehn Wochen bis zur Eröffnung der WM in Südafrika. In diesen Tagen endet die vierte Phase des Ticketverkaufs. Noch gibt es genügend Karten, denn ein Grund für die Zurückhaltung der Fans ist die Sicherheitslage. Derweil mühen sich die Gastgeber nach Kräften, besser zu werden.

Von Till Bartels

Der Mord an dem Extremistenführer Terre'blanche schürt Südafrika-Ressentiments, mit der das Gastgeberland seit der Vergabe der Spiele zu kämpfen hat und signalisiert: 16 Jahre nach dem Ende der Apartheid sind die Spannungen zwischen Schwarz und Weiß noch lange nicht aufgearbeitet. Angst vor Rassenunruhen passen nicht zum Bild, das das Land von sich zeigen möchte. Im Gegenteil: Die Fußballbegeisterung soll die noch junge Demokratie einen. "Wir hatten nie eine Mauer quer durch unser Land, aber eine Gesetzgebung, die früher Schwarz und Weiß trennte", sagt Danny Jordaan von der Fifa im Rückblick auf die Fußball-Euphorie bei der WM 2006 und vergleicht damit zwei ganz unterschiedliche Länder. Nach seinem Willen soll die Nation Südafrika durch die WM enger zusammenrücken.

Der Mord an dem Rassisten Terre'blanche rückt wieder ins Bewusstsein, wie extrem die sozialen Unterschiede in Südafrika sind. Die Häufigkeit von Gewaltverbrechen gehört zu den großen Problemen des Landes. Zwar besagt die jüngste Kriminalstatistik, dass die Zahl der Morde im Jahr 2008/2009 um drei Prozent rückläufig ist. Aber auf hohem Niveau: Bei 18.148 Getöteten in einem Jahr geschehen fast 50 Morde pro Tag - in Deutschland sind es bei doppelter Einwohnerzahl sechs Morde.

Tickets noch bis Mittwoch

Zwei schwarze Angestellte hatten am Wochenende den 69-jährigen Terre'blanche mit einer Machete auf dessen Farm 110 Kilometer nordwestlich von Johannesburg umgebracht. Grund für den Gewaltakt waren angeblich ausstehende Lohnzahlungen. Die Bluttat an dem Anführer der "Afrikaner Weerstandsbeweging" (AWB), die für Rassentrennung eintritt, geschah zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Am 11. Juni beginnt die Fußballweltmeisterschaft am Kap. Und an diesem Mittwoch endete die vierte Phase des freien Ticket-Vorverkaufs.

Bisher sind laut DFB 35.000 Eintrittskarten in Deutschland abgesetzt. Bei den Anbietern von Pauschalreisen zur WM gibt es weiterhin Kontingente. Nach Aussage des Veranstalters Dertour hat die Nachfrage für Reisen zu den Viertel- und Achtelfinalspielen angezogen, sodass weitere Pakete aufgelegt wurden. Flüge und Unterkünfte sind weiterhin zu bekommen. Die haben allerdings ihren Preis: Die einwöchige Reise mit Eintrittskarte gibt es ab 3000 Euro.

188.000 Polizisten

Der Kampf gegen die Kriminalität gehört zu den Herausforderungen des Landes. Die anstehende Fußball-WM wird dabei Mittel zum Zweck. Seitdem das Großereignis feststeht, rüstet der South African Police Service auf und bildet aus: von 127.000 Polizisten (2004) auf jetzt 188.000 Beamte. "Auch nach der WM werden wir die Aufstockung der Polizei nicht rückgängig machen", sagt Südafrikas Polizeichef Bheki Cele im Gespräch mit stern.de.

Die Polizei setzt auf massive Präsenz und hat die neun WM-Städte in verschiedene Patrouillesektoren aufgeteilt. Die Sicherheitsmaßnahmen konzentrieren sich auf die Umgebung von Hotels, touristischen Attraktionen, Restaurants und die Bereiche der zehn Stadien und Fan-Parks. Auch haben die Verantwortlichen ein neues Konzept erarbeitet: In den Townships kommen "Community Peace Worker" zum Einsatz, ein Modellprojekt, das in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) entwickelt wurde. Die eingesetzten Peace Worker stammen selbst aus den jeweiligen Vierteln und kennen potentielle Krisenherde.

Deutsche Polizisten in Südafrika

Ein Teil der möglichen Gewalt bei der WM kommt von außen. Hooligans aus dem Ausland sind bei jedem Länderspiel ein Problem. Höchste Alarmstufe herrscht bei dem Spiel England gegen USA am 12. Juni in Rustenburg, erklärt Bheki Cele. Dann wird sogar der Luftraum über dem Stadion gesperrt. Seine Strategie setzt auch auf Deeskalation. Aus sämtlichen Teilnehmerstaaten hat Südafrika Polizisten eingeladen. Wenn englische Fußballfans zu viel Bier getrunken haben, "weiß die britische Polizei am besten, wie sie mit ihnen umgehen muss. Und die Ordnungshüter helfen uns bei Sprachschwierigkeiten", so der Polizeichef. Bis Ende Mai werden acht Polizisten pro Land aus den 31 Teilnehmerländern nach Südafrika reisen, um als Berater die örtlichen Sicherheitskräfte zu unterstützen. Darunter auch mehrere Beamte aus Deutschland. Sie dürfen ihre Uniform tragen, sind allerdings nicht zu Verhaftungen berechtigt.

Auf Nummer sicher geht die Fifa auch bei der Unterbringung der Nationalmannschaften. Die 32 WM-Hotels liegen nicht in Großstädten, sondern meist im Grünen auf dem Lande. Dort sind nicht nur die Trainingsbedingungen für die Kicker weitaus besser, sondern wird auch deren Sicherheit gewährleistet. Die Unterkünfte stehen auf weitläufigen Golf-Anlagen, die von dicken Mauer und hohen Zäunen umgeben sind.

Die Fußball-WM als Meilenstein

Unter Polizeischutz muss keiner der 350.000 bis 450.00 erwarteten WM-Fans ins Stadion. Während der Fußballweltmeisterschaft herrscht kein Ausnahmezustand. "Wir sind nicht im Krieg, die Polizei hat zu lächeln", lautet die Devise des Polizeichefs. Die WM-Organisatoren geben sich gelassen. Mehrere Tests mit Veranstaltungen in den Stadien sind erfolgreich verlaufen. Die neuen Park-and-Ride-Systeme zu den Stadien haben sich bewährt. Beim Confederations Cup im letzten Jahr, einem Art Probelauf für die WM mit 600.000 Zuschauern, wurden 39 Straftaten gemeldet.

"Die Fußballweltmeisterschaft ist ein größerer Schritt nach vorne", sagt Tourismusminister Martinus van Schalkwyk. Endlich erhalte Südafrika eine Infrastruktur, über die andere Länder längst verfügen. Ein öffentliches Busnetz für Johannesburg zum Beispiel, das ein bisheriges System mit Minibus-Taxen ablöst. 2,8 Milliarden Euro hat die Regierung Südafrikas investiert, davon 180 Millionen Euro in Ausrüstung und Ausbildung der Polizeikräfte gesteckt. Damit liegt Südafrika im Verhältnis von Bevölkerung zu Polizei auf einem der vordersten Plätze weltweit.

Für Südafrika geht es nicht darum, den Cup zu gewinnen. Die Demokratie muss den Kampf gegen die Kriminalität im Lande gewinnen. Deshalb sehen Südafrikaner das sportliche Großereignis als langfristige Investition in ihre Sicherheit und auch in den Tourismus. Denn die Zahl der Südafrika-Besucher aus Deutschland in ist rückläufig: minus 12,1 Prozent im Jahr 2009.

An ein Last-Minute-Geschäft im Juni 2010 glauben die Reiseveranstalter kaum. Es sei denn, die deutsche Mannschaft kommt ins Endspiel. "Als die deutsche Mannschaft 2002 so gut abschloss, haben wir kurzfristig zwei Flugzeuge nach Japan gechartert", so eine Dertour-Sprecherin. "Dann spielt auch der Preis keine Rolle mehr."

Wissenscommunity

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(