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Handfester Zwischenfall an Bord Schlägerei von Pilot und Steward verhindert Abflug


Vor dem Start sind Pilot und Flugbegleiter mit Fäusten aufeinander losgegangen. Bittere Bilanz: zwei krankenhausreif Verletzte. Die arabische Airline musste eine Ersatz-Crew einfliegen.

Zu einem reibungslosen Flug gehört eine gut eingespielte Crew. Das war an Bord einer Maschine der Fluggesellschaft Saudi Arabian in Medina anscheinend nicht der Fall. Kurz bevor die Boeing mit 156 Passagieren an Bord zum Start für den Abendflug mit der Nummer SV 319 nach Kairo rollen wollte, kam es zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen dem Piloten und einem männlichen Flugbegleiter.

Doch die lautstarke Auseinandersetzung eskalierte. Es kam zu Handgreiflichkeiten und gipfelte in heftigen Faustschlägen. "Zu dem Kampf kam es, als das Flugzeug gerade starten wollte", sagte Mutaz Youssef, Chef der Flughafenpolizei in Medina, der nach Mekka zweitwichtigsten heiligen Stadt in Saudi-Arabien.

Häufiger Zoff an Bord

Fazit der Schlägerei: ein an der Hand verletzter Flugbegleiter und ein Flugkapitän mit lädiertem Auge. Letzterer musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Nach einer Meldung der Website von "Arab News" kam keiner der Passagiere zu Schaden. Nach dem Vorfall, der sich bereits am 13. August ereignete, evakuierte die restliche Crew die Boeing 777 und brachte alle Fluggäste sicher in einen Transitraum.

An einen Abflug war nicht zu denken. Saudi Arabian Airlines musste erst eine Ersatz-Crew aus Jeddah einfliegen lassen. Mit sechs Stunden Verspätung konnte die Maschine endlich Richtung Ägypten abheben. Warum die beiden Männer aneinandergerieten, ist nicht bekannt.

Bereits vor gut zwei Jahren gab es einen ähnlichen Zwischenfall an Bord eines Jets von Saudi Arabian, wie der Schweizer "Aerotelegraph" berichtet: Am Flughafen von Dubai war zwischen zwei syrischen Stewardessen ein Streit entbrannt, als beide über Politik diskutierten. Kurz vor dem Start stürmten mehrere Sicherheitsleute des Flughafens die saudische Maschine, um die Streithähne zu trennen.

tib

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